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Eilser Brandschützer lassen sich Anlagentechnik erklären

Klinikum im Notfall autark

EILSEN/VEHLEN. Große Bereiche des Agaplesion ev. Klinikums Schaumburg sind für hochkomplexe Anlagentechnik reserviert, welche die Wärmegewinnung, Luftaufbereitung sowie Notfallsysteme bereitstellen. Somit ist das Klinikum auch im Falle eines totalen Stromausfalls noch in der Lage, seinen Betrieb autark aufrechtzuerhalten.

veröffentlicht am 13.02.2018 um 12:29 Uhr
aktualisiert am 13.02.2018 um 17:00 Uhr

Die Führungskräfte der Eilser Wehren lassen sich von Dirk Hahne (M., mit Warnweste) die Räume und die Fahrzeuge der Werksfeuerwehr zeigen. Foto: pr
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EILSEN/VEHLEN. Zweifelsohne ist das Agaplesion ev. Klinikum Schaumburg in Vehlen eines der modernsten und größten Gebäude in der direkten Nachbarschaft der Samtgemeinde Eilsen.

Wie groß das Gebäude tatsächlich ist, wie es aufgebaut ist und welche besonderen Anforderungen es im Einsatzfall mit sich bringt, sind Informationen, die besonders für die Führungskräfte der umliegenden Feuerwehren besonders wichtig sind. Aus diesem Grund machten sich kürzlich Vertreter der Feuerwehren der Samtgemeinde Eilsen auf den Weg in das Klinikum, um sich vor Ort über die Gegebenheiten zu Informieren.

In Empfang genommen wurden die Einsatzkräfte von Dirk Hahne sowie Carsten Everding aus der Werkfeuerwehr des Agaplesion ev. Klinikums Schaumburg. Über gut zwei Stunden gewährten sie wichtige Einblicke in die Räumlichkeiten vor Ort.

Neben einer allgemeinen Besichtigung der Einrichtungen wurde besonders Augenmerk auf Rettungs- und Zufahrtswege gelegt. Aber auch technische Einrichtungen wie die Gebäudefunkanlage sowie die Brandmeldeanlage standen auf dem Programm. Dabei umfasst der für Patienten zugängliche Bereich nur einen kleinen Teil, der für die Feuerwehren wichtig ist.

Zwei Fahrzeuge
für den Ernstfall

Große Teile des Klinikums sind für hochkomplexe Anlagentechnik reserviert, welche vor allem die Wärmegewinnung, Luftaufbereitung sowie Notfallsysteme bereitstellen. Somit ist das Klinikum auch im eventuellen Falle eines totalen Stromausfalls noch in der Lage, seinen Betrieb autark aufrechtzuerhalten.

Anlagen wie diese arbeiten jedoch oft mit Druck, hohen Stromstärken oder heißem Dampf. Dies birgt besondere Gefahren, welche von den Einsatzkräften stets beachtet werden müssen.

Besonders erfreulich für die Feuerwehren ist jedoch, dass in den Anlagen für die Kälteerzeugung komplett auf giftige Chemikalien wie Ammoniak verzichtet werden konnte. Dies verringert nicht nur die Gefahren für die Einsatzkräfte im Havariefall, sondern schont zusätzlich auch die Umwelt. Ebenfalls sind die Anlagen darauf ausgerichtet, einen Großteil der Energie zurückgewinnen zu können.

Zum Abschluss der Führung zeigten Dirk Hahne und Carsten Everding schließlich die Einrichtungen der Werkfeuerwehr. Zwei Fahrzeuge stehen hier für den Ernstfall bereit welche innerhalb kürzester Zeit besetzt werden können.

Auch wenn das Klinikum Schaumburg nicht im direkten Zuständigkeitsbereich der Eilser Feuerwehren liegt, können sie bei größeren Schadensereignissen jederzeit dazualarmiert werden. Für diesen Fall sind die Einsatzkräfte nun bestens vorbereitet, um schnell und professionell helfen zu können.red

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