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Niedersächsische Musiktage

Konzert führt ins Land der Träume

OBERNKIRCHEN. Die Niedersächsischen Musiktage sind bundesweit eines der bedeutendsten Musikfestivals, am 27. September können sich Besucher in der Stiftskirche davon überzeugen: Tora Augestad und die Lautten Compagney Berlin werden dort auftreten.

veröffentlicht am 12.09.2017 um 15:17 Uhr

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Die norwegische Sängerin Tora Augestad begibt sich bei den Niedersächsischen Musiktagen gemeinsam mit der Lautten Compagney Berlin auf eine Reise ins Land der Träume. Wer mitreisen möchte, kann dies am Mittwoch, 27. September, ab 19.30 Uhr in der Stiftskirche St. Marien tun, dann steht das gemeinsame Konzert an.

Aus skandinavischen Ländern, aus Schottland und England ist ein reicher Schatz von Sagen und Mythen überliefert. In früheren Zeiten saßen die Menschen an langen Winterabenden zusammen, erzählten Geschichten – und träumten. Komponisten wie John Dowland und Dichter wie William Shakespeare fingen diese melancholischen Stimmungen ein, vertonten sie oder formten sie zu Weltliteratur. Auch Franz Schubert fand immer wieder Gefallen an geheimnisvollen und träumerischen Texten, die er einzigartig schön vertonte. Tora Augestad kombiniert diese Lieder mit Folksongs ihrer Heimat sowie mit Rezitationen von Shakespeares Sonetten. Im Wechselspiel mit der Lautten Compagney Berlin entsteht ein zauberhafter Abend an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit.

Tora Augestad ist eine vielseitige Mezzosopranistin, die sowohl im Opernfach wie in der zeitgenössischen Musik, aber auch im Folk und Jazz zu Hause ist. Die Norwegerin wurde an den Musikhochschulen Oslo und Stockholm ausgebildet. Sie arbeitet mit dem Ensemble modern, mit dem Klangforum Wien, mit der Lautten Compagney Berlin und ihrem eigenen Jazz-Ensemble zusammen.

Die Lautten Compagney Berlin ist eines der renommiertesten und kreativsten deutschen Barockensembles. Seit drei Jahrzehnten faszinieren die Konzerte unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Katschner ihre Zuhörer. Mit ansteckender Spielfreude und innovativen Konzepten übersetzen die ‚Alten Musiker‘ die Musiksprache des Barocks immer wieder mühelos ins Heute.

Rund 45 Konzerte umfasst das Programm der von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bis zum 1. Oktober aufgezogenen „Niedersächsischen Musiktage“. Welchen Stellenwert die alljährliche Veranstaltungsreihe inzwischen in der Kulturlandschaft hat, verdeutlicht Sven-Michael Salzer (Festivalorganisation), indem er auf den Kartenvorverkauf verweist. Vertrieben werden die Eintrittskarten nämlich nicht nur über die Ticket-Hotline der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und die jeweiligen Sparkassen vor Ort, sondern auch bundesweit über das Online-Ticketportal Reservix.

Und anhand der über das Internet erfolgten Verkäufe könne man feststellen, dass die Interessenten nicht selten weite Wege auf sich nehmen, um zu den Konzerten zu fahren, verrät Salzer.

Bei den Niedersächsischen Musiktagen handele es sich bundesweit um „eines der bedeutendsten Musikfestivals“ Deutschlands – „Champions League“ sozusagen, betont Jörg Nitsche, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Sparkasse Schaumburg. Und daher zählen die in diesem Rahmen im Schaumburger Land ausgerichteten Konzerte auch stets zu den „herausragendsten Veranstaltungen“, an deren Ausrichtung das Geldinstitut (Tickets unter Telefon 05751/402-222) als lokale Mitorganisatorin beteiligt sei. Die Eintrittspreise liegen zwischen zehn und 22 Euro.

Unterstützung erhält die Sparkasse Schaumburg hinsichtlich des am 27. September anstehenden Konzertabends von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Obernkirchen, die die Stiftskirche als Veranstaltungsort zur Verfügung stellt; außerdem vom Verein Kulturfenster Obernkirchen, der sich um die Bewirtung der Besucher kümmert.

Die 31. Niedersächsischen Musiktage widmen 2017 dem Thema „Raum“. Intendantin Katrin Zagrosek hat ein Programm konzipiert, das zeigt, wie Musik Raumwahrnehmung verändern kann.

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