weather-image
24°
Vor Gericht: Zoff vor Diskothek

Kreuzbandriss nach Tritt ans Knie: Geschwister angeklagt

RINTELN. Viereinhalb Jahre nach einer Auseinandersetzung vor der Diskothek „Happy Night“ müssen sich zurzeit ein Mann vom Niederrhein und seine Schwester wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 17:16 Uhr

270_0900_81720_Justizia_duester_dpa.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

RINTELN. Den 31 und 33 Jahre alten Geschwistern wird vorgeworfen, sie hätten in einer Augustnacht einen Gast des Lokals mit Tritten attackiert. Dabei soll der Mann den Besucher (25) zunächst ans Knie getreten haben. Seiner Schwester werden zwei anschließende Tritte an Kopf und Rücken angelastet. Bei dem Vorfall erlitt das Opfer einen Kreuzbandriss am Knie und war danach knapp ein halbes Jahr krank.

An einem Abend im Sommer 2013 besuchte das spätere Opfer zuerst eine Geburtstagsfeier, ging danach in die Disko und suchte später noch ein angrenzendes Bistro auf. Seiner Aussage zufolge kam dann eine Freundin aus der Disko zu ihm ins Bistro und erzählte ihm, sie werde von einem Mann belästigt. Sie bat ihn, mit in die Disko zu kommen, weil sie sich dann sicherer fühle. Der heute 25-Jährige folgte ihrer Bitte und stellte sich an die Tanzfläche. Dann soll der Angeklagte gekommen sein und zu ihm gesagt haben, er solle aufpassen, was er mache. Er, der Angeklagte, sei der „King von Rinteln“. Nachdem sich die Situation kurzzeitig beruhigt hatte, kam nach Einlassung des Gastes der Angeklagte erneut zu ihm und provozierte ihn verbal: Er solle aufpassen. Der Besucher ging daraufhin zu einem Türsteher und erzählte ihm von dem Vorfall. Die Beteiligten wurden schließlich nach draußen begleitet. Dort soll ihn der Angeklagte leicht geschubst und ans Knie getreten haben. Das Opfer ging sofort zu Boden, dann erhielt der 25-Jährige zwei Tritte an Hinterkopf und Rücken. Er hielt es für unwahrscheinlich, konnte aber nicht ausschließen, dass der Tritt ans Knie von einem anderen als dem Angeklagten stammte. Die weiteren Tritte an Kopf und Rücken hatte er nur gespürt, aber nicht gesehen. Der Verletzte kam zunächst ins Krankenhaus, nach Abklingen der Schwellung wurde er knapp vier Wochen später am rechten Knie operiert. Es folgten monatelange Arbeitsunfähigkeit und Wiedereingliederung nach dem Kreuzbandriss. Der Prozess wird Dienstag fortgesetzt. maf

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare