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Kunsträume 2017 in der Waldkapelle Eisbergen

Kunst im Kleinod

EISBERGEN. Der „Verein für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke“ eröffnet am Sonntag, 17. September, um 11. 30 Uhr die „Kunsträume“ 2017“ in der Waldkapelle am Weinsberg 2 zum Thema Transformation.

veröffentlicht am 15.09.2017 um 17:38 Uhr

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Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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EISBERGEN. Der ungewöhnliche und besondere Ort in der künstlerischen Auseinandersetzung ist Kern der Ausstellungskonzeption der Kunsträume, die der Verein seit 1991 in zweijährigem Turnus austrägt.

Die ehemalige Friedhofskapelle, erbaut in den 1960er Jahren, ist ein architektonisches Kleinod. Sie befindet sich inzwischen in Privatbesitz und soll einer kulturellen Nutzung zugeführt werden.

Die Ausstellung untersucht die Bedingungen dieses besonderen Ortes unter dem Leitgedanken der Transformation. In vielfältiger Weise nehmen die Skulpturen, Installationen und grafischen Arbeiten der acht beteiligten Künstler der kuratierten Ausstellung, unter besonderer Berücksichtigung der Architektur, auf ihn Bezug.

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Das Werk von Annelene Schulte
  • Das Werk von Annelene Schulte

Der Verein für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke e.V. möchte Entwicklungen und Tendenzen der zeitgenössischen Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und zur Diskussion stellen. Von den rund 100 Mitgliedern sind zwei Drittel freischaffende Künstler. Der Verein veranstaltet und unterstützt seit seiner Gründung 1992 Ausstellungen, Projekte und Aktionen.

Am vergangenen Wochenende begannen einige der teilnehmenden Künstler mit der Installation ihrer Werke in der Waldkapelle, unsere Redaktion hat sie besucht.

Transformation heißt Wandel, Umwandlung. Also Transformation auf dem Friedhof, in der Kapelle? Wie soll das gehen?

Auf der Suche nach einer Antwort lässt Annelene Schulte gerade größere weiße Papierblumen von der Decke herunter regnen, sie gießen sich nach unten, als wollten sie mit ihren Fühlern den Boden küssen. Als sie die Kapelle zum ersten Mal betreten habe, erzählt die Künstlerin, sei sie ein wenig ergriffen und dann begeistert gewesen: „Die Waldkapelle besitzt oben unter der Decke rundumlaufende Fenster, und so man kann den Wald nicht nur sehen, man könnte ihn berühren, wenn die Hand nur ein kleines bisschen länger wäre.“

Schulte will beides in Beziehung setzen, den hier innen und dort draußen: Denn irgendwann, erklärt sie, wird sich die Natur diese Kapelle zu eigen machen, man muss sie nur lassen, dann wird sie umgewandelt, sie wird transformiert.

Die Kunstausstellung dauert vom 17. September bis zum 15. Oktober und öffnet jeweils am Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

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