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„Aus dem Kopf“ gemalt

Kunstlehrerin Julia Cécile Hahn zeigt Landschaften im Rathaus

RINTELN. Sie male, seit sie einen Stift halten kann, lässt Künstlerin und studierte Kunstlehrerin Julia Cécile Hahn die Gäste, die am Montag zur Ausstellungseröffnung in die Rathaus-Galerie gekommen sind, wissen. „Und heute sehe ich dieselbe Begeisterung bei meiner fünfjährigen Tochter. Das ist wunderbar!“

veröffentlicht am 06.12.2017 um 15:17 Uhr
aktualisiert am 06.12.2017 um 16:50 Uhr

Julia Cécile Hahn vor ihrem Lieblingsbild, einer norwegischen Landschaft. Foto: cm
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Autor

Claudia Masthoff Reporterin
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Sie selbst erlebe mittlerweile abwechselnd Phasen, in denen sie sich sehr intensiv mit ihrer Kunst auseinandersetze oder es auch einmal ruhiger angehen lasse. Die Reisen, die sie in den vergangenen acht Jahren mit Mann und schließlich auch mit Kind unternommen habe, seien für sie unglaublich inspirierend gewesen.

So unterschiedlich die Ziele – Norwegen, Neuseeland und Mauritius – auch gewesen seien, alle drei hätten sie mit ihren charakteristischen Landschaften in den Bann gezogen. „Ich arbeite wenig mit Fotovorlagen oder mit vor Ort gefertigten Skizzen“, erklärt die junge Rintelnerin. Sie lasse eher Eindrücke auf sich wirken und male dann schließlich „aus dem Kopf“. Dabei entstehen außerordentlich stimmungsvolle Landschaftsbilder, die das typische der jeweiligen Region auf den Punkt bringen. Farben spielen für Hahn eine große Rolle. Bei den Bildern von norwegischen Fjorden dominieren Grau- und Blautöne, bisweilen gebrochen durch moosiges Grün oder das Braun von Algen, während die geschwungenen Meeresbuchten von Mauritius schon rein farblich die Wärme des Landes transportieren.

Bei den Formen geht die Künstlerin nicht ins Detail. Sie fängt die der Landschaft zugrunde liegende prägnante Struktur mit eher dynamischer Pinselführung ein. So entstehen – das konnten die ersten Besucher im Selbsttest feststellen – Bilder, die sofort Reiselust in einem wecken.

Dafür, dass die neue Ausstellung sehenswert ist, sorgt übrigens auch eine weitere Fähigkeit der Künstlerin, die man bei solchen Anlässen nicht unterschätzen sollte: Sie kann gut aufhängen! Kleinere Formate wurden zu Gruppen zusammengestellt, und laden so zum Vergleichen oder auch zum Betrachten des Gesamteindrucks ein, während die größeren Bilder ganz für sich selbst stehen dürfen.

Bis zum 5. März wird diese Ausstellung „Berg-Landschaft“ im Rathaus, Klosterstraße 19, zu sehen sein. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 bis 17 Uhr und Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr.

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