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Hefte, Ranzen, Möbel: Wo es Unterstützung für die „Erstausstattung“ der i-Männchen gibt

Landkreis hilft bei Kosten zum Schulstart

Landkreis (jcp). Der Schulanfang geht ins Geld. Unterstützung gibt es zum Beispiel in Form des Bildungspakets. Wichtig: Wer vom Jobcenter das Arbeitslosengeld II empfängt und ein Kind hat, das demnächst eingeschult wird, dem sollten ohne zusätzlichen Antrag 70 Euro aus dem sogenannten „Starterpaket“ überwiesen werden.

veröffentlicht am 27.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:42 Uhr

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„Wenn in der EDV alles klappt, müsste das Geld automatisch ausgezahlt werden“, informierte Kreis-Pressesprecher Klaus Heimann. Wer also als ALG-II-Empfänger den Aufschlag zum Schulstart vermisst, sollte ruhig einmal nachfragen. 70 Euro gibt es zu Beginn des Schuljahrs, zum Halbjahr dann noch einmal 30. Das Geld ist für den „persönlichen Schulbedarf“ gedacht.

Wer Wohngeld und Kinderzuschlag erhält, muss für die 70 Euro allerdings einen gesonderten Antrag stellen. Der Landkreisverwaltung lägen über diese Gruppe, so Heimann, keine Informationen vor. Entsprechend passiere die Überweisung nicht automatisch.

Für alles, was später im Schuljahr anfällt – zum Beispiel Ausflüge – sind die weiteren Leistungen aus dem Bildungspaket gedacht. Die Unterlagen sind in den Schulen erhältlich, aber auch zum Herunterladen auf der Internetseite des Landkreises.

Im Gegensatz zu Heften und Stiften sind Gegenstände wie Schreibtisch und Schulranzen etwas, das Eltern nicht alle Tage anschaffen müssen. Dafür liegen sie auch gleich in einer ganz anderen Preisklasse. Was passendes Mobiliar betrifft, können sozial Schwächere beispielsweise in den beiden Schaumburger „Brauchbar“-Geschäften in Rinteln und Stadthagen fündig werden. „Speziell Kinderschreibtische haben wir im Moment zwar nicht, aber das ändert sich stetig, es kommt immer mal wieder was rein“, erklärte eine Mitarbeiterin von „Brauchbar“ in Rinteln. Ähnlich sei es bei Schreibtischstühlen. Auch in Stadthagen „haben wir für Kinder immer mal etwas dabei, wenn auch nicht durchgehend“, so Petra Flor vom Stadthäger „Brauchbar“. Entsprechende Spenden von Eltern, bei deren Sprösslingen die alten Schulmöbel ausgedient haben, würden immer gerne angenommen.

Was Schulranzen und ähnliche Anschaffungen angeht, lohnt sich ein Besuch in den Umsonstläden in Stadthagen und Bad Nenndorf. Allerdings: „Wir haben erst kürzlich sechs Schulranzen an Bedürftige in Polen und Rumänien geschickt, wo die Leute sie wirklich brauchen“, berichtete Rosemarie Börner vom „Ümmesüss“-Laden in Bad Nenndorf. „Hier sind sie einfach nicht weggegangen, da bestand überhaupt kein Bedarf.“ Ähnlich sei es bei Dingen wie Buntstiften oder Tuschkästen, „so etwas wird eigentlich gar nicht nachgefragt“. Dennoch seien entsprechende Gegenstände, also auch Schulranzen, immer mal wieder im Sortiment, Gleiches gilt für den Umsonstladen in Stadthagen.

Kontakt: „Brauchbar“: Hüttenstraße 5, Stadthagen; Bäckerstraße 51-52, Rinteln; Umsonstladen: Klosterstraße 26, Stadthagen; Am Galenberg, Bad Nenndorf; Sozialamt des Landkreises Schaumburg, Telefon (0 57 21) 70 37 63, 70 37 64 und 70 37 70. Antragsformulare gibt es auf www.schaumburg.de im Download-Center unter dem Reiter Bürgerservice.

Waren wie Schulranzen und Schultüten seien im Umsonstladen in Stadthagen derzeit eher rar gesät, sagte die Vorsitzende Gabi Meyer.

Foto: kle

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