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„Arche Noah“ stellt Bückeburgs wohl größten Laternenumzug auf die Beine

Laternen-Lichterfest mit Theaterstück

BÜCKEBURG. Den wohl größten Bückeburger Laternenumzug hat am Freitag die Kindertagesstätte „Arche Noah“ auf die Beine gestellt. Der Zug der Laternenträger war Bestandteil eines Festes, zu dem auch ein vom mobilen Puppentheater „Lila Bühne“ aufgeführtes Stück gehörte.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 05.11.2017 um 17:20 Uhr

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Autor

Herbert Busch Reporter
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Theaterchef Herbert Mische präsentierte den gut und gerne 300 Festteilnehmern in der Aula der Oberschule am Unterwallweg eine ganz besondere Geschichte. „Ich habe im September dieses Jahres mein 35. Jahr als Puppenspieler gefeiert und aus diesem Anlass ein Jubiläumsstück verfasst“, erläuterte Mische.

Im Mittelpunkt der „Rogers großer Tag“ betitelten Aufführung stand das Pferd Roger. Der alte und treue Vierbeiner lebte seit genau 20 Jahren auf Bauer Harmsens Hof und hatte jetzt seinen letzten Arbeitstag. Im Anschluss an zwei Jahrzehnte Schufterei stand zukünftig ausschließlich Freizeit auf dem Programm. „Jetzt hast Du für immer frei und kannst machen, was immer Du willst“, erklärte ihm der Hofbesitzer.

Roger hatte ein wenig Schwierigkeiten mit dem Hören und als die anderen Stalltiere ihn fragten, was er sich zum Jubiläum wünscht, sagte er: „Wenn ich heute Abend von der Arbeit zurückkomme, würde ich gern noch einmal ein Konzert hören, bevor das nicht mehr geht.“ Das hörte sich einfach an, entpuppte sich aber als schwierig zu bewältigende Aufgabe.

Die Henne Helene wollte nur in einem schicken Kostüm auftreten, eine Kuh konnte nur „Muh“ singen, die Spinne „Wipp“ hatte nur Flausen im Kopf, eine Ente wackelte überwiegend mit dem Stert, ein Ferkel machte mit leisen Pupsen auf sich aufmerksam und der Marder Hannes krakeelte unausgesetzt „Heute hier, morgen dort“. An ein Konzert war erst zu denken, als frisch geschlüpfte Küken den Vorschlag machten, „dass jeder singt, wie er kann“. Zum Gelingen des Musikvortrages trugen auch zahlreiche Kinder bei, die bei „Ju-bi-lä-um“ kräftig mit einstimmten.

Im Anschluss an die Aufführung wartete der Ahnser Spielmannszug auf die Festgesellschaft. Begleitet von Polizei und Feuerwehr ging es unter Blaulichtgeflacker über Unterwallweg, Bahnhofstraße, Markplatz, Lange Straße, Obertorstraße und Hannoversche Straße zurück zur Kindertagesstätte.

Im Zug waren außer Fackeln auffallend viele selbst gebastelte und an Obst erinnernde Motiv-Laternen zu entdecken. „Wir haben uns in den zurückliegenden Tagen viel mit den Themen Apfelduft und Herbstgeschichten beschäftigt“, erhellte Arche Leiterin Ulrike Sülflow diesen Umstand.

Zum Ausklang hatten die Organisatoren unter tatkräftiger Mithilfe zahlreicher Eltern ein gemütliches Beisammensein mit Laternenlieder-Singen, Stockbrot und Getränkeangeboten vorbereitet. Eingeladen waren außer den Kindergartenkindern und deren Eltern auch Ehemalige und Freunde des Kindergartens.

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