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Wasserspiele im Kurpark stehen still, weil für "klare Verhältnisse" neue Leitungen verlegt werden

Leitungskur für Wasseruhr - Ebbe in den Brunnen

Bad Eilsen (tw). "Warum laufen die Springbrunnen im Kurpark denn nicht?": Fragen wie diese hört Bürgermeister Horst Rinne (CDU), hören aber auch Bad Eilser Ratsmitglieder und Bauhof-Mitarbeiter von Bürgern und Kurgästen in diesen Tagen immer wieder. Versehen mit dem spöttischen Zusatz: "Die Gemeinde hat wohl kein Geld mehr ...?" Des Rätsels Lösung: Die Leitung, die die Wasserspiele speist, wurde im Zuge von Erneuerungsarbeiten bis zum Rosenfest (Sonntag, 11. Juni) vorübergehend stillgelegt. Die Maßnahme kostet rund 15 000 Euro.

veröffentlicht am 29.05.2006 um 00:00 Uhr

Still ruht der See - die Springbrunnen des Kurparks werden diese

Der Bürgermeister: "Die Springbrunnen wurden bislang durch die Hauptwasserleitung der (früheren) LVA gespeist." Um nach Übernahme des Kurparks durch die Gemeinde auch hier klare Verhältnisse zu schaffen, trennt die Gemeinde derzeit die Leitung und erneuert sie gleichzeitig. Konkret: "Wir bauen eine Wasseruhr mit Schieber ein. Die Leitung selbst erhält eine Beschichtung aus Kunststoff, die von innen durch den Querschnitt gedrückt wird", so Rinne. Bislang läuft das Wasser für sämtliche Kurpark-Immobilien die Harrl-Allee herunter, speist(e) sowohl den Kurpark als auch die Gärtnerei. Diese Leitung wird jetzt gekappt. Der Neuanschluss erfolgt von der Bahnhofstraße her. Dabei wird das Rohr von den Stadtwerken gleichzeitig so dimensioniert, dass auch der künftige Caravanplatz an der Remise mit Wasser für WC, Duschen und eventuell auch Waschmaschinen versorgt werden kann. Allerdings: Bis Pfingsten wird es die Gemeinde kaum schaffen, die Springbrunnen wieder in Betrieb zu nehmen. Auch deswegen nicht, weil Teile der Technik wie etwa die Edelstahl-Düsen im Winter ausgebaut worden sind, damit sie nicht kaputt frieren. Würden sie hingegen weit vor dem Zeitpunkt der Wiederinbetriebnahme eingeschraubt, besteht die Gefahr, dass sie gestohlen werden. "Die Leute", weiß Bauhofchef Bertram Meier aus leidiger Erfahrung, "lassen heutzutage fast allesmitgehen". Apropos Wasser: Während's in den Brunnen derzeit nicht plätschert, rinnt's dafür - ungewollt - an anderer Stelle: "Es hat sich eine bislang unbekannte ,Quelle' aufgetan; kein Mensch wusste bis vor kurzem, wo das ganze Nass herkommt", sagt Rinne. Zunächst wurde vermutet, es handle sich um einen Überlauf des durch Blattwerk verstopften Tuffsteinbrunnens. Ein Spülwagen wurde bestellt, der die vermeintliche Verstopfung beseitigen sollte. Doch auch danach rann das Wasser noch immer. Erst ein alter Drainageplan der Royal Air Force aus der frühen Nachkriegszeit führte die Gemeinde - im Wortsinn - auf die "richtige Spur". Besagte Drainagerohre, von den Briten weiland knapp unter dem Mutterboden verlegt, sind's, die lecken. Ob es sich noch lohnt, die "Quelle" jetzt noch zum Versiegen zu bringen, ist fraglich. Denn die Drainagerohre liegen im Bereich der Flutmulde der Aue, die 2007 ohnehin im Zuge des Hochwasserschutzes vertieft werden soll (wir berichteten).

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