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Finale der Stadtmeisterschaft

„Lokale Agenda“ marschiert zum Sieg im Boule

OBERNKIRCHEN. Mit einem sagenhaften Durchmarsch durch die Gruppenphase hat die „Lokale Agenda“ die Stadtmeisterschaft im Boule für sich entscheiden können. Im Finale gewannen Heinz Busche, Jan Mügge, Gerd Kirchner und Thomas Stübke 13 zu 4 gegen das „Trio infernal“.

veröffentlicht am 18.06.2017 um 18:39 Uhr

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Michael Grundmeier Reporter
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OBERNKIRCHEN. Thomas Stübke wiegt die Kugel in der Hand, nimmt genau Maß und wirft sie dann in einem präzisen Bogen: Boule ist ein Sport, bei dem es auf Zentimeter ankommt. Ein Maßband ist deshalb genauso gefragt wie ein gutes Auge. Als Stübke ein guter Wurf gelingt, eilt er sofort zu seinen Mannschaftskameraden und klatscht ab. Teamgeist und Fairplay stehen beim Boule an erster Stelle. „Bei uns steht der Spaß am Spiel im Vordergrund – wir sehen das nicht so verbissen“, sagt Bernd Adrian, der das Turnier zusammen mit Rolf Rösemeier organisiert hat.

Während der Gruppenphase gab es übrigens viele spektakuläre „Ballwechsel“ zu sehen. Vor allem das Spiel „Lokale Agenda“ gegen „Kunterbunt“ in Gruppe 2 war mit sehenswerten Aktionen buchstäblich gespickt. Mal lag das eine Team vorn, dann wieder das andere – mit 13 zu 9 entschied die „Lokale Agenda“ das Spiel schließlich für sich. Im Finale des sogenannten „Pétanque“ standen sich dann die „Lokale Agenda“ und das „Trio Infernal“ gegenüber. Die „Infernalen“ hatten gleich zwei starke Gegner besiegt: „Handicap“ mit 13 zu 4 und „SVO 1“ mit 13 zu 3. Die „Lokale Agenda“ hatte in der Gruppenphase das Team „Strull & Schluke (13:1) und wie gesagt „Kunterbunt“ (13:9) hinter sich gelassen. Das Finale selbst war zwar spannend, aber letzten Endes einseitig zugunsten der „Lokalen Agenda“. Zwar gelangen auch dem „Team Infernal“ tolle Würfe – eine echte Chance hatten sie aber nie. Zu eindeutig war die Stärke der „Lokalen Agenda“, die das Spiel schließlich mit 13 zu 4 gewannen. Zuvor hatte „SVO 1“ das Spiel um Platz drei gewonnen (gegen „Kunterbunt“ mit 13 zu 10). Danach blieb Zeit für ein Glas Wein, Scherze und „Kampfansagen“: „Beim nächsten Mal wird das ganz anders ausgehen“, meinte ein Mitglied der „Infernalen“ scherzhaft zum Team „Lokale Agenda“.

Bernd Adrian und Rolf Rösemeier zeigten sich im 20. Jahr der Stadtmeisterschaft hochzufrieden mit dem Verlauf des Turniers. Es habe viele spannende Spiele gegeben und auch die Zahl der teilnehmenden Mannschaften (26) sei im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Froh sind beide darüber, dass es bei den Final-Spielen kaum geregnet hat. „Dann ist das ein ganz anderes Spiel, weil der Boden ganz anders ist“, erläutert Rolf Rösemeier. Im Grunde werde aber bei jedem Wetter gespielt, ergänzt Adrian: „Wir stehen hier auch, wenn es regnet – wenn es sein muss mit einem Schirm.“ Ansonsten sei Boule ein Sport, der sehr „verletzungsarm“ sei, wissen die Organisatoren zu berichten. „Bei uns kann jeder mitmachen, egal wie alt – es kommt vor allem darauf an, dass man das nötige Gefühl für die Kugel hat.“ Ohnehin kommt es beim Boule vor allem auf das „Miteinander“ und die „Geselligkeit“ an, wie Rösemeier ausführt. „Wir sitzen danach oft noch zusammen, trinken ein Glas Wein und essen was vom Baguette – das gehört auch zum Boule dazu.“

Apropos Wein: Neben einem Pokal mit einem (neuen) Fuß aus Obernkirchener Sandstein erhielten die siegreichen Mannschaften jeweils eine Flasche Wein.

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