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Rintelner Segelflieger schieben sich mit taktischem Schachzug auf Platz sieben

LSV greift in die Trickkiste

veröffentlicht am 19.06.2017 um 16:12 Uhr

Reinhard Schramme überprüft noch einmal die Instrumente, bevor es in die Luft geht. Foto: peb

Autor:

Peter Blaumann

RINTELN. Der Saisonverlauf der Rundenplatzierungen des LSV Rinteln in der Segelflug-Bundesliga gleicht einer wahren Berg- und Talfahrt. Nach dem enttäuschenden Platz 27 in Runde neun flogen die Weserstädter in der Runde zehn auf den sechsten Platz und kletterten damit in der Gesamtwertung von Rang elf auf Platz sieben.

Die Wettervorhersage für Samstag war mehr als schlecht. Also griffen drei LSV-Piloten in die Trickkiste und verlegten ihren Start nach Tamstedt nordöstlich von Bremen, um in guter Thermik und unter Ausnutzung des kräftigen Nordwest-Windes einfach immer nur mit dem Wind zu fliegen. Und dieser taktische Schachzug ging voll auf.

Für Stefan Bachmann, Reinhard Schramme und Ulrich Kaiser ging es unter niedrigen Wolken zunächst gut voran. Im Raum Celle zerriss es die Gruppe. Nach zwei verpassten Aufwinden konnte Kaiser den beiden anderen nicht mehr folgen. Um eine Außenlandung zu vermeiden, startete er am Elm bei Königslutter den Hilfsmotor. Damit war der Wertungsflug beendet. Bachmann und Schramme erwischten die richtige Thermik und flogen bis kurz vor Torgau in die Dübener Heide nördlich von Leipzig.

Mit 296,47 Geschwindigkeitspunkten lag das Trio am Samstagabend in der Rundenwertung auf dem zweiten Platz. Aber gegen die hervorragenden Wetterbedingungen am Sonntag auf der Schwäbischen Alb und im Bayrischen Wald waren die LSV-Piloten machtlos. Sie mussten mit anschauen, wie einige Teams aus dem Süden sie noch überholten. Zwar versuchten Wilhelm Wielage, Thomas Schubert, Adrian Glauner, Rolf Bödeker und Dietmar Heintze sowie Uli Gmelin, der in Zwickau startete, das Ergebnis vom Samstag am Sonntag noch einmal zu toppen. Aber das gelang nur teilweise. Wielage schob sich mit 84,95 Geschwindigkeitspunkten hinter Schramme (107,28) und Bachmann (107,01) als dritter Pilot in die Wertung.

Am Ende landete der LSV Rinteln in der zehnten Runde auf dem sechsten Platz, kassierte dafür satte 15 Punkte und schob sich in der Gesamtwertung auf den siebten Tabellenplatz vor. Die Rintelner zeigten einmal mehr, dass mit großem Einsatz einiges möglich ist. Sie ließen die Konkurrenz aus Niedersachsen weit hinter sich. „Dauer-Meister“ LSV Burgdorf wurde nur 17., die Teams aus Gifhorn, Celle, Isernhagen und Braunschweig platzierten sich noch weiter dahinter.

Tagessieger wurde die Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd. Die Tabelle führt weiterhin der LSR Aalen mit 131 Punkten an, gefolgt von der SFG Donauwörth-Monheim (115), SFZ Königsdorf (111), FG Schwäbisch-Gmünd (108), LSG Bayreuth (92) und dem LSV Burgdorf (92). Der LSV Rinteln folgt mit 90 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Damit liegt der LSV nach der Hälfte der Saison voll im Soll. Eine Platzierung unter den ersten zehn hatte man sich als Ziel gesteckt.

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