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Fußball: Oliver Nerge verlässt den SV Obernkirchen und wird neuer Trainer beim FC Stadthagen

„Mach es, Olli!“

veröffentlicht am 13.01.2017 um 10:10 Uhr

Oliver Nerge zieht den gelb-schwarzen Trainingsanzug des SV Obernkirchen aus und heuert beim FC Stadthagen an. Foto: hga

Autor:

Jörg Bressem

STADTHAGEN. Der FC Stadthagen hat einen neuen Trainer gefunden. Wie bereits von unserer Zeitung spekuliert wurde, wird Oliver Nerge im nächsten Sommer vom SV Obernkirchen in die Kreisstadt übertreten.

Vom FC-Vorsitzenden Dietmar Meier-Brahm und von Nerge wurde bestätigt, dass man sich einig ist. Die Gespräche seien positiv und offen verlaufen. Er halte den FC Stadthagen für eine gute Adresse, erklärt der 51-jährige Nerge und er freue sich auf eine attraktive Aufgabe. Während die sportliche Führungsfrage an der Jahnstraße also geklärt ist, darf über weitere Fragen der zukünftigen personellen Ausstattung des FC weiterhin fröhlich gemutmaßt werden. Gerüchten zufolge werden nämlich im Sommer einige Spieler des SV Obernkirchen ihrem bisherigen Trainer nach Stadthagen folgen. Jan Köpper, Dennis Wist und Chris Hope sollen im Gespräch sein, was von den Verantwortlichen zumindest nicht dementiert wird. „Ich werde solche Entwicklungen aber keinesfalls forcieren“, erklärt Nerge. Aber er könne keinem Spieler einen Vereinswechsel verbieten. Auch Meier-Brahm möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, Nerge bringe Spieler aus Obernkirchen als Beigabe mit. „Sollte an dieser Stelle etwas passieren, dann sind wir es, die mit Spielern sprechen, die zu uns passen“, sagt er und bestätigt damit indirekt, dass der FC Stadthagen seine Fühler durchaus in Richtung Ochsenbruch ausstreckt.

Nerge hat natürlich den Wunsch, dass sein Wechsel so hygienisch wie möglich über die Bühne geht. Ehe seine Verpflichtung in Stadthagen bekannt gegeben worden ist, habe er seinen Heimatverein SV Obernkirchen informiert. Ausschlaggebend für die Zusage beim FC Stadthagen sei letztlich seine Frau Anke gewesen, die spürte, dass ihren Ehemann die neue Aufgabe reizt und die ihm riet: „Mach es, Olli!“ Noch aber fühlt sich Nerge dem SV Obernkirchen vollauf verpflichtet, bei dem sich die Chancen auf den Klassenerhalt durch den Wechsel von Sturmführer Julian Talat zum 1. FC Wunstorf (wir berichteten) allerdings nicht verbessert haben, wie auch der SVO-Coach einräumen muss.

Der Bezirksligist aus der Bergstadt steht nicht nur sportlich vor problematischen Zeiten. Wie bekannt wurde, ist Andreas Jürgens als Vorsitzender offiziell schriftlich zurückgetreten und bereits seit vier Tagen nicht mehr im Amt. Das stehe allerdings in keinerlei Zusammenhang mit den personellen Entwicklungen im sportlichen Bereich, teilte er mit. Vielmehr habe er schon vor fünf Jahren erklärt, den Vorsitz nur noch eine Amtsperiode übernehmen zu wollen und nur deshalb kommissarisch weitergemacht, weil sich kein Nachfolger fand. „Theoretisch hätte das noch zwanzig Jahre so weitergehen können, aber irgendwann muss Schluss sein“, erklärt er seinen Schritt, der ihm nicht leichtgefallen sei. Jürgens machte seit 1993 Vorstandsarbeit und war seit 16 Jahre der erste Vorsitzende des SV Obernkirchen.

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