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Musik auf zehn Saiten

Magic Strings: Wenn zwei Musiker ein ganzes Orchester sind

BÜCKEBURG. Musik auf zehn Saiten, sechs Saiten der Gitarre und vier der Violine, ließ das Duo Magic Strings in der Stadtkirche erklingen.

veröffentlicht am 11.08.2017 um 17:48 Uhr

Hein Brüggen (Gitarre) und Thomas Frenser (Violine) in der Bückeburger Stadtkirche. Foto: tla

Autor:

Tanja Langejürgen
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BÜCKEBURG. „Wir freuen uns, in dieser wunderbaren Kirche zu sein“, begrüßte Gitarrist Hein Brüggen gemeinsam mit Jazzgeiger Thomas Frenser als Duo „Magic Strings“ das Publikum am Samstag zu einem ganz besonderen Konzert der beliebten Reihe Einkehrmusik in der Stadtkirche.

Die beiden Musiker präsentierten unterschiedliche Stilrichtungen mit Kompositionen aus Frankreich sowie Süd- und Nordamerika. „Beides hat seine Reize“, sagte Thomas Frenser, der den Bossa Nova aus dem Süden und den Jazz aus Nordamerika gleichermaßen schätzt.

Filmmusik zum Auftakt verzauberte die Zuhörer und lud zum Träumen ein. Das Repertoire von Magic Strings umfasst Jazz, Swing und Latin. Dazu zählen Kompositionen des legendären Count Basie oder Rhythmen aus Südamerika von Antionio Carlos Jobim. Auch Klassik gehört dazu. Die Spielweise von Magic Strings ist harmonisch, rhythmisch, schwungvoll und gleichzeitig feinfühlig bis sentimental.

„Sie haben wahrscheinlich schon gemerkt, dass das, was wir machen, eigentlich sonst mehrere Musiker spielen“, sagt Gitarrist Hein Brüggen. Daraus abgeleitet ist ebenfalls der Name des Albums „Jazz auf zehn Saiten“. Gitarre und Violine, „das sind zehn Saiten insgesamt“, so Brüggen. Keine Frage, das Duo versteht es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, nicht zuletzt mit „Fly me to the moon“, „I can’t give you anything but love“ oder „Night and Day“.

Brüggen erzählt eine Geschichte zu dem nächsten Song. Dabei schwelgt er in Erinnerungen an einen Ausflug zur Mosel, wo er spontan Musik machte. Mittlerweile ist er natürlich seit Jahren eine feste Größe in der Gitarrenszene. Frenser hingegen ist Absolvent der Essener Folkwangschule. Sein Violinenspiel wurde wesentlich von seinem berühmten Lehrer, dem Sinti-Swing-Geiger Schnuckenack Reinhardt, geprägt. Gemeinsam sind sie einfach unschlagbar. Magic Strings nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise nach New York City, Brasilien oder Frankreich.

Kantor Siebelt Meier war ebenfalls ganz begeistert: „Die Einkehrmusik läuft richtig gut.“

Am Samstag, 2. September, um 11 Uhr gibt es dann wieder Chormusik zur Einkehr mit dem Kammerchor „JPS“. Außerdem steht bei Hein Brüggen am Samstag, 16. September, um 19.30 Uhr ein Solokonzert „Gitarrenmusik aus vier Jahrhunderten“ in der Christuskirche Bad Eilsen im Terminkalender.

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