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Neun Schwer- und fünf Leichtverletzte

Massenkarambolage auf der A 2 - Reisebus betroffen

PORTA WESTFALICA/EILSEN. Starker Regen und viel Verkehr haben innerhalb kurzer Zeit auf einer Autobahn 2 bei Porta Westfalica am Montagabend zu sechs Unfällen geführt. Wie die Polizei mitteilt, waren an den Kollisionen in Fahrtrichtung Dortmund insgesamt 21 Fahrzeuge – darunter ein Reisebus und ein Kleinbus - beteiligt. Ersten Informationen der Polizei nach wurden neun Menschen schwer und fünf leicht verletzt.

Unter anderem fuhr ein mit 58 jugendlichen Sportlern besetzter Bus aus Enger in ein Stauende und schob mehrere Autos ineinander. Ein mit acht Menschen besetzter Transporter kippte um. Allein an diesem Unfall waren acht Fahrzeuge beteiligt. Die Autobahn blieb zwischen Bad Eilsen und Veltheim für vier Stunden gesperrt. Der Verkehr staute sich auf zwölf Kilometer. Im Rückstau stand auch ein Pferdetransporter, die Tiere wurden von der Feuerwehr mit Wasser versorgt. Den entstandenen Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf rund 200 000 Euro.

Auslöser des Staus war ersten Erkenntnissen der Polizei nach ein kleinerer Unfall mit Sachschaden in Richtung Dortmund. Am Stauende war ein VW T5 noch rechtzeitig auf der mittleren von drei Fahrspuren zum Stillstand gekommen. Der 65-jährige Fahrer des Reisebusses aus Enger konnte allerdings nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der mit acht Menschen besetzte T5 auf die linke Fahrspur geschleudert, kippte auf die Seite und kollidierte mit einem dort fahrenden VW Polo, der wiederum gegen einen vorausfahrenden Daimler Benz und einen 5er BMW gedrückt wurde. Auch der Bus schob im Anschluss der ersten Kollision auf seiner mittleren Fahrspur auch noch zwei Mazda und einen BMW zusammen. Die übrigen Unfälle ereigneten sich teils davor und teils danach, so die Polizei.

Gegen 18.30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica zur Einsatzstelle kurz hinter der Talbrücke Kleinenbremen alarmiert. Diese zog sich über mehrere hundert Meter auf der Gefällestrecke. Etwa in Höhe der Eisberger Mühle kam es zu weiteren Unfällen mit sechs beteiligten Autos. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, regnete es stark und die Sonne blendete in Fahrtrichtung Dortmund.

Zunächst verschafften sich die Feuerwehrleute und der Rettungsdienst sowie die Notärzte einen Überblick über die Lage und kümmerten sich um die Verletzten. Dazu richteten sie eine Verletztensammelstelle ein. Aufgrund der Vielzahl an Betroffenen wurden mit dem Alarmstichwort „ManV“ – Massenanfall von Verletzten“ – weitere Kräfte zur Einsatzstelle angefordert.

Während fünf der Verletzten vor Ort als leicht verletzt (darunter auch der Busfahrer) wieder entlassen werden konnten, wurden neun Insassen, davon ein Mädchen aus dem Reisebus mit Kreislaufproblemen, die etwas schwerer verletzt waren, in mehrere umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Darunter befanden sich auch vier Insassen aus dem T5.

Die an den Unfällen beteiligten Fahrzeuge waren über alle Fahrspuren verteilt, der Reisebus mit 58 jugendlichen Sportlern war im Grünstreifen neben der Fahrbahn zum Halten gekommen. Laut Feuerwerhr verletzten sich die weiteren Insassen nicht und konnten bis zum Eintreffen eines Ersatzbusses im Fahrzeug bleiben. Auf dem linken Fahrstreifen befand sich laut Feuerwehrbericht ein weiterer Unfallschwerpunkt, darunter war der VW Kleinbus, der auf der Seite lag.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und nahm ausgelaufene Betriebsmittel mit Ölbindemitteln auf. Die Reinigung der Fahrbahn übernahm eine Kehrmaschine der Straßenmeisterei. Bei einsetzender Dunkelheit wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet um die Unfallaufnahme der Polizei zu unterstützen. Die Beamten setzte auch einen Hubschrauber zur Unfallaufnahme ein. Nach Freigabe der Unfallstelle begannen Bergungsunternehmen mit dem Abtransport der betroffenen Fahrzeuge. Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz gegen 21.45 Uhr.

Einsatzleiter war Karl-Heinz Hohmeier, eingesetzt wurden die Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache, die Löschgruppe Veltheim-Möllbergen (nachalarmiert zur Unterstützung der Aufräumarbeiten), die Löschgruppe Hausberge (Hauptamtliche Wache besetzen), Mannschaftstransportfahrzeuge der Löschgruppen Eisbergen, Lohfeld, Kleinenbremen-Wülpke und Veltheim. Außerdem waren fünf Rettungswagen aus Schaumburg, Minden, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica im Einsatz sowie ein Gerätewagen der Johanniter. Zwei Notärzte und ein leitendender Notarzt kümmerten sich um die Verletzen. dpa/MT/red

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