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Einwohnerzahlen durch Zuzüge stabil / Reger Immobilienmarkt im Auetal

Mehr Sterbefälle als Geburten

Durch Zuzüge konnten im Auetal die Einwohnerzahlen bislang stabil gehalten werden.

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite

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AUETAL. Die Einwohnerzahlen in der Gemeinde Auetal sind in den vergangenen vier Jahre recht stabil geblieben. Obwohl mehr Sterbefälle als Geburten zu verzeichnen sind, leben in den 16 Ortschaften heute nur acht Menschen weniger, als 2014. Der demografische Wandel hatte wesentlich schlechtere Zahlen prognostiziert.

„Der Immobilienmarkt, sowohl Neubauten als auch Altimmobilien, ist auch im Auetal vor dem Hintergrund günstiger Zinskonditionen recht rege“, stellte Bürgermeister Heinz Kraschewski fest. Das Programm „Jung kauft alt“ werde gut angenommen, und zwar würden überwiegend Ortsfremde entsprechende Anträge stellen. So seien immer einige Zuzüge in den einzelnen Ortschaften zu verzeichnen.

6279 Menschen leben derzeit in der Gemeinde Auetal, davon sind 3172 weiblich und 3107 männlich. 292 sind Ausländer, davon 173 EU-Bürger. Zwischen 2015 und 2017 hat es einige Zu- und Wegzüge gegeben, inzwischen hat sich das stabilisiert.

„Diese Schwankungen sind auch der Flüchtlingswelle zuzuschreiben“, erklärte Kraschewski.

Aus der Einwohnerstatistik ist zu erkennen, dass im Auetal etwa 75 Menschen pro Jahr sterben. Dem stehen nur etwa 45 Geburten gegenüber und die Zahl der Neugeborenen ist rückläufig.

Die meisten Auetaler leben – Stand 31.03.2017 – in Rolfshagen, nämlich 1650. Im Vergleich zu 2014 ist die Zahl um neun geschrumpft. Die meisten Zuzüge hat Rehren zu verzeichnen. Hier leben heute 1236 Menschen, im Vergleich zu 2014 sind das 34 mehr. Größere Veränderungen bei den Einwohnerzahlen gibt es in Kathrinhagen und Borstel. In Kathrinhagen leben 16 Menschen weniger als 2014, nämlich 649 und Borstel haben sogar 34 Bürger verlassen. Nur noch 565 Borsteler leben in dem Dorf im westlichen Auetal. Hattendorf, Bernsen, und Antendorf haben dagegen mit sieben, neun und 16 Neubürgern zugelegt. Hier machen sich die Neubaugebiete, in denen junge Familien leben, bemerkbar.

Die Statistiken der Gemeinde zeigen deutlich, dass dem demografischen Wandel nur durch die Schaffung von Baugebieten und attraktivem Wohnraum entgegengewirkt werden kann. Die Fortschreibung des Programms „Jung kauft Alt“, die Familienfreundlichkeit durch Kita-und Krippen-Plätze, eine gute Infrastruktur und ein abwechslungsreiches Freizeitangebot können Familien und damit Neubürger ins Auetal locken.

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