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Sportlerwahl: Die Bückeburgerin ist ein Ass im Weitsprung und wird deutsche Meisterin

Merle Homeier träumt von Olympia

veröffentlicht am 07.02.2017 um 17:38 Uhr

Der Absprung ist die Stärke von Merle Homeier. Foto: tol
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Sebastian Blaumann Redakteur Sport zur Autorenseite

NACHT DES SPORTS. Das ist ein perfekter Sprung gewesen. Merle Homeier blieb mit der Weite von 6,12 Metern nur zwei Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung und holte damit die Deutsche Meisterschaft im Weitsprung in der Altersklasse U 18. „Ich hatte gar kein Gefühl zu diesem Sprung, dachte nicht, dass er so weit ist“, erinnert sich die Bückeburgerin an den Meistersatz zurück. Nach dem die Schülerin die U 18-EM verpasst hatte, war der DM-Titel ihr zweites Saisonziel. Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am Ländervergleichskampf Deutschland-Italien-Frankreich der U 20 im italienischen Padua.

Für die 17-Jährige gibt es im Moment nur zwei Sachen im Leben: Schule und Sport. Die Bückeburgerin macht in wenigen Monaten ihr Abitur am Gymnasium Adolfinum. Dann soll ab 1. September ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV) folgen. Und danach will Homeier studieren: entweder Grundschullehramt oder Ernährungswissenschaften. Planung ist das halbe Leben, denn die Schülerin ist im Weitsprung ein richtiges Ass, nah an der Weltelite und der Traum von den Olympischen Spielen im Jahr 2024 ist zum Greifen nahe. Sechsmal pro Woche ist Training angesagt. Dreimal im Leichtathletikstützpunkt in Hannover, dazu kommen noch Einheiten im Fitnessstudio, in der Halle und draußen. „Da bleibt keine Zeit für andere Hobbys“, weiß Homeier.

Die 17-Jährige startet seit dem 1. Januar wieder für ihren Heimatverein VfL Bückeburg. Auch ein neuer Trainer begleitet das Nachwuchstalent. Landestrainer Frank Reinhardt hat Homeier unter seine Fittiche genommen, schreibt für sie Trainingspläne, die sie dann in Bückeburg umsetzen muss. Von der Weitspringerin wird sehr viel Trainingsdisziplin verlangt. Ihre Stärke ist der gute Absprung und ihre Schnelligkeit. „Wir verstehen uns gut, die Chemie stimmt. Mein Trainer sagt, dass ich viel schneller geworden bin“, freut sich die Bückeburgerin über weitere Fortschritte. Allerdings kann sich Homeier noch bei der Landung verbessern. „Die ist zurzeit katastrophal. Die Beine sind nicht hoch genug, da verschenke ich bis zu 30 Zentimeter“, ärgert sie sich über ein altbekanntes Problem.

Homeier muss sich zunächst in der neuen Altersklasse U 20 behaupten. Die Ziele der Bückeburgerin für dieses Jahr sind die Qualifikation zur U 20-EM im italienischen Grosseto, weitere Verbesserungen der Sprünge und der Technik sowie die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

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