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Lesertelefon mit Ulrich Reineking: Lob für Historischen Markt, Kritik an Falschparkern

"Mit Abstand der schönste Markt dieser Art"

Rinteln. Durch unseren Beitragüber die Auseinandersetzungen um das Atomkraftwerk Grohnde sieht sich Ursula Mücke aus Rinteln als Zeitzeugin an die damalige Lage erinnert: "Als damals noch in Hameln lebende Abiturientin ging ich am Vorabend der großen Auseinandersetzungen am Anti-AKW-Dorf an der Weser vorbei, wo auf der einen Seite die Demonstranten und auf der anderen Seite die Polizeikräfte einander hinter Stacheldraht gegenüberstanden - in einer unglaublich aufgeheizten Atmosphäre." Selbst harmlose Passanten seien dann von Wasserwerfern durchnässt worden: "Der Staat hat damals die Interessen der Atomindustrie gegen die Kritiker mit der Polizei durchgekämpft und heute sehen wir, wie Recht die Demonstranten hatten, als sie damals davor warnten, wie lange wir mit den Folgelasten leben würden."

veröffentlicht am 28.03.2007 um 00:00 Uhr

Händler und Gaukler: Der Historische Markt war ein Besuchermagne

Angelika Wagner wirft die Frage auf, ob der neue Radweg an der Mindener Straße wirklich rechtfertige, dort alle Bäume abzuholzen und auch die Böschung vom Grün zu befreien: "Dieser Kahlschlag wäre meiner Meinung nach vermeidbar gewesen, wenn die Stadt dies bei der Planung berücksichtigt hätte." Zur Verschönerung der Fußgängerzone regt Dieter Rhein an, die wandartige Metall-Skulptur am nördlichen Ende um Blumenschmuck in Pflanzkübeln zu bereichern. "Von der Seite des künstlichen Wasserlaufes wirkt das Ganze recht dekorativ, aber wer von der Weserbrücke kommt, sieht fast nur die glatte Wandfläche." Ein Dankeschön möchte Jörg Götte allen ausdrücken, die am Historischen Markt mitgewirkt haben: "Eine tolle Stimmung ohne übertriebene Geschäftemacherei. Für mich als regelmäßigen Besucher solcher Veranstaltungen ist das in der Region mit Abstand der schönste Markt. Man merkt wirklich, dass alle mit dem Herzen dabei waren!" Er hoffe, dass durch den Erfolg nicht in der Zukunft Leute auf den Plan gerufen werden, die das nur zum Geldverdienen nutzen wollen. "So was mit Eintritt und teuren Ständen gibt es in Bückeburg und auch in Bielefeld an der Sparrenburg schon genug!" Die positive Kritiküber das Gastspiel des Zirkus Charles Knie in Minden fand sehr viel Zustimmung bei unserem Leser Dieter Ass aus Eisbergen, der allerdings anmerkte: "Bei einem Unternehmen in der Größenordnung vermisst man allerdings die Live-Musik, die das Programm zusätzlich abgerundet hätte. " In diesem Zusammenhang findet er das Konzept der Rintelner "Marktwirtschaft" sehr begrüßenswert, alle zwei Wochen mit Oldies und Country aufzuwarten: "Manche Kneipen machen das ja schon gelegentlich - aber durch solche regelmäßigen Veranstaltungen könnte wieder so etwas wie eine lokale Musikszene entstehen." Angesichts der regen Hohenroder Jugendarbeit in Sachen Boule findet es Uwe Kurt Stade vom dortigen Boule-Museum etwas befremdlich, dass jetzt zu den Stadtmeisterschaften ein "Regelwerk" nachgeschoben wurde, das die Teilnahme jüngerer Jugendlicher begrenzt beziehungsweise von der Mitwirkung eines Erwachsenen abhängig macht. "Was soll das denn - von den Eltern kommt ja zumeist sowieso jemand mit, aber das klärt man doch ohne besondere Statuten!" Zwar heißt es in einem alten Schlager über Hühner, dass diese jeden Tag ein Ei legen (und am Sonntag auch mal zwei!), aber unsere Leserin Gerlinde Winter aus Goldbeck merkte als erfahrene Hobby-Hühnerhalterin natürlich sofort, dass etwas nicht stimmen konnte in unserem Beitrag über eine Geflügelfarm im Auetal: "Dort legen angeblich tausend Hühner 6000 Eier am Tag. Solche Hennen hätte ich auch gern - aber vermutlich handelt es sich um 6000 Eier in der Woche. Und das ist ja auch schon ganz ordentlich!" Vor wenigen Tagen feierte Dorothea Erdniß ihren 90. Geburtstag (allerherzlichsten Glückwunsch!) - was die betagte Dame nicht hindert, ausgesprochen rege und auch kritisch Anteil am Stadtgeschehen zu nehmen. Und da fiel ihr bei ihren Gängen durch die Rintelner Innenstadt schon wiederholt negativ auf, dass die Behindertenparkplätze an der Volksbank immer wieder von Nichtberechtigten belegt sind. "Der Gipfel war dann in dieser Woche, als beide Sonderparkplätze durch einen langen Lieferwagen blockiert wurden!" Ihr dringlicher Appell: Man möge die Hinweisschilder bitte ernst nehmen und respektieren. Für den Einzelnen sei das nur eine kleine Mühe, den Betroffenen aber mache es das Leben leichter: "Das gilt natürlich auch, wenn man nur eben mal auf die Schnelle etwas erledigen muss. "

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