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Endausbau der Straßen naht

Mit fast 13 Jahren Verspätung

LUHDEN. Mit jahrelanger Verspätung soll demnächst der Endausbau der Straßen im Luhdener Baugebiet am Golfplatz erfolgen.

veröffentlicht am 12.09.2017 um 13:14 Uhr

Seit Jahren warten die Anwohner des Baugebietes „Am Golfplatz“ darauf, dass die nur provisorisch hergerichteten Siedlungsstraßen endlich fertiggestellt werden. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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LUHDEN. Gut Ding will manchmal Weile haben – und in einigen Fällen auch noch ein bisschen mehr: Im Frühjahr kommenden Jahres wird wohl mit dem Endausbau der bislang nur provisorisch angelegten Straßen im Luhdener Baugebiet „Am Golfplatz“ begonnen; also rund zwölfeinhalb Jahre nach dem Termin, der in dem zwischen der Gemeinde Luhden und der Samtgemeinde Eilsen mit der Racket-Club-GmbH Langenhagen geschlossenen Erschließungsvertrag festgeschrieben ist. Das berichtet Andreas Kunde, der Gemeindedirektor der Gemeinde Luhden.

Dass nun Bewegung in die Angelegenheit gekommen ist, geht auf einen bereits vor einigen Monaten gefassten Beschluss des Gemeinderates zurück. Der hatte die Verwaltung beauftragt, das Unternehmen aufzufordern, die Straßen entsprechend der Vereinbarungen endgültig zu erschließen. Vorausgegangen waren wiederholte Beschwerden von in dem Baugebiet bereits wohnenden Anliegern sowie von Verkehrsteilnehmern, die sich bei der Verwaltung über den schlechten Zustand der provisorischen Straßen beklagt hatten.

Die Racket-Club-GmbH Langenhagen stehe der Forderung nach einem Endausbau „positiv“ gegenüber und habe angekündigt, die Siedlungsstraßen im Frühjahr fertigstellen zu lassen, informierte Kunde bei der jetzigen Sitzung des Gemeinderates.

Erschließungsvertrag

nicht eingehalten

Zur Erinnerung: Laut Gemeinde ist der Bauträger gemäß dem im Januar 2002 zm Bebauungsplan „Am Golfplatz“ geschlossenen Erschließungsvertrag verpflichtet, die im Baugebiet angelegten provisorischen Straßen nach Fertigstellung von cirka 70 Prozent der Wohnhausbebauung“ endgültig auszubauen. Und: Unabhängig hiervon sei die Enderschließung bis zum 31. Oktober 2005 fertig zu stellen.

Dass der Endausbau bislang nicht erfolgt ist, hängt mutmaßlich damit zusammen, dass sich die dortigen Bauplätze nicht so gut verkaufen wie ursprünglich angenommen. Jedenfalls sind noch etliche Grundstücke unbebaut: „Die Lage ist schon toll“, erklärt Kunde hierzu. Allerdings seien die für die Bauplätze geforderten Kaufpreise mitunter auch hoch angesetzt. Auf rund 25 Bauplätze beziffert er die Anzahl der Grundstücke, die derzeit noch frei sind.

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