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Schaumburger Märchensänger und Schaumburger Jugendchor geben zum 70. des Kulturvereins gemeinsames Konzert

Mit Seltenheitswert

BÜCKEBURG. Allzu oft haben die Schaumburger Märchensänger und der Schaumburger Jugendchor noch nicht gemeinsam auf einer Bühne gestanden, geschweige denn gemeinsam Lieder gesungen. Aus Anlass des 70. Geburtstags des Kulturvereins wird das nun Realität. Am Freitag, 13. April, werden die beiden musikalischen Aushängeschilder der Stadt ein gemeinsames Konzert im Rathaussaal geben. Beginn ist um 19.30 Uhr. Karten sind ab sofort im Vorverkauf beim Kulturverein.

veröffentlicht am 08.03.2018 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 08.03.2018 um 17:10 Uhr

Zum 70. Geburtstag des Kulturvereins bringt Geschäftsführerin Johann Harmening (M.) die beiden Aushängerschilder Bückeburgs, die Märchensänger und den Jugendchor, gemeinsam auf die Bühne, die Märchensänger vertreten durch Chorleiter Sascha Davidovic
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Allzu oft haben die Schaumburger Märchensänger und der Schaumburger Jugendchor noch nicht gemeinsam auf einer Bühne gestanden, geschweige denn gemeinsam Lieder gesungen. Aus Anlass des 70. Geburtstags des Kulturvereins wird das nun Realität. Am Freitag, 13. April, werden die beiden musikalischen Aushängeschilder der Stadt ein gemeinsames Konzert im Rathaussaal geben. Beginn ist um 19.30 Uhr.

„Ein historisches Ereignis für den Kulturverein“, sagte Geschäftsführerin Johanna Harmening als sie jetzt mit den beiden Chorleitern Stefanie Feindt (Jugendchor) und Sascha Davidovic (Märchensänger) sowie Melanie Puderbach (Chorbetreuerin Märchensänger) und Stephan Reygers (2. Vorsitzender Jugendchor) das Konzert präsentierte: „Wir sind stolz auf die beiden Chöre.“

Zum Hintergrund, warum gemeinsame Auftritte – noch – selten sind: In den 1980er-Jahren zerstritt sich der damalige Chorleiter der Märchensänger mit der Schulleitung und gründete mit einem Großteil der Chorkinder den Schaumburger Jugendchor – Streitigkeiten, die als „Bückeburger Sängerkrieg“ sogar überregional Thema waren. Dinge, die heute keine Rolle mehr spielen, wie Stephan Reygers feststellte. Heute erinnerten sich nur noch die Ältern, was damals los gewesen ist. Die heutigen Chorkinder fänden es spannend, gemeinsam auf der Bühne zu stehen: „Wichtig ist einfach die Normalität zwischen beiden Vereinigungen.“ Das Thema Fusion beider Chöre sei derzeit kein Thema, beide hätten gute Nachwuchsgruppen, auf die man aufbauen könne. Man wisse nie, wie Dinge sich entwickeln, merkte Johanna Harmening an. Beide Chöre arbeiten konstruktiv zusammen: „Wir freuen uns auf ein schönes Konzert.“ Dieses ist mittlerweile bereits seit eineinhalb Jahren in Planung. Um den Unterbau, sprich: Saal, Miete, GEMA, Heizung und vieles mehr, kümmert sich der Kulturverein, um den Inhalt die beiden Chöre. Beide Chorleiter haben bereits mehrfach zusammengesessen und sich über das Programm und die Lieder abgestimmt. Im ersten Teil werden Stücke aus dem klassischen Repertoire beider Chöre gesungen, beide jeweils in ihren klassischen Trachten. Nach der Pause geht es dann weiter mit dem modernen Teil – mit den modernen Trachten. Beide Chöre werden gemeinsam auf der Bühne stehen und gemeinsam Lieder singen. Welche es sind, wollten Stephanie Feindt und Sascha Davidovic noch nicht verraten, auch nicht, wer dirigieren wird. Stephanie Feindt: „Wir haben viele Überschneidungen festgestellt, wir singen viele Stilrichtungen. Der Zuhörer wird viel zu hören bekommen.“ Sascha Davidovic: „Es ist bereichernd für alle.“ Nach den Osterferien werden beide Chöre gemeinsam proben. Und natürlich wird die Stell- und Generalprobe gemeinsam gemacht.

Karten gibt es ab sofort beim Kulturverein in der Touristinfo am Marktplatz. Sie kosten 15 Euro. Kinder bezahlen bis zum siebten Lebensjahr einen Euro pro Lebensjahr, zwischen sieben und 16 bleibt es bei sieben Euro. Der Erlös geht nach Abzug der Unkosten komplett an die beiden Chöre. Johanna Harmening rechnete schon einmal, dass in den Rathaussaal 620 Besucher passen: „Wenn wir ausverkauft sind, das wäre ein Traum.“

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