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Gemischter Chor „Con Voce“ gibt Sommerkonzert in der Kirche Meinsen

Mitreißender Auftritt mit Pop-Perlen und Werken der Renaissance

Meinsen. Mit einem mitreißenden Sommerkonzert hat das Vokalensemble „Con Voce“ rund 70 Besucher der Kirche Meinsen begeistert. Die junge Truppe sang dabei nicht nur Werke der Renaissance, sondern auch Pop-Perlen.

veröffentlicht am 19.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Michael Grundmeier

Seit Frühjahr 2006 existiert der kleine Chor – inzwischen ist er aus der Bückeburger Musikszene kaum noch wegzudenken. Warum, das zeigten die neun Sänger und Sängerinnen unter der Leitung von Holger Plottke in der Meinser Kirche. Ohne jegliche Berührungsängste reihten die Musiker Liedwerke der Renaissancezeit neben Evergreens der Popgeschichte.

Eine – wie sich herausstellte – fruchtbare Melange, die einen ganz eigenen Charme entwickelte. Thematisch stand das Konzert zwar unter dem Leitmotiv „Hallelujah“, zumindest der erste Teil ließe sich aber wohl unter dem Begriff „Herz und Schmerz“ besser fassen. Ihren Einstand gaben die Sänger dann auch mit einigen „Liebesliedern“: dem plattdeutschen „Dat du min Leevsten büst“, „Uti var hage där“ von Hugo Alven und „Vem kan segla“ – „Wer kann Segeln ohne Segel“ (finnisches Volkslied). Im Mittelteil folgten die grandios gesungenen Renaissance-Madrigale „April is in my mistress face“ von Thomas Morley und John Dowlands „Fine Knacks for Ladies“.

Richtig Gas gaben die Neun dann aber mit Perlen der Populärkultur von den Beatles („Can’t buy me Love“, „Obladi Oblada“) oder den Wise Guys („Powerfrau“, „Wie kann es sein“). Ein Erlebnis dabei: Die A-cappella-Qualitäten der Neun. Mit Beatbox und Stimmakrobatik schufen die Sänger die Illusion von Instrumentalbegleitung – einfach groß!

Etwas ruhiger wurde es mit den zahlreichen geistlichen Liedern des zweiten Teils (Anton Bruckners „Locus iste“ oder „An irish blessing“). Der richtig schöne Satz von Leonard Cohens „Hallelujah“ rundete ein Konzert ab, das – sowohl stimmlich, als auch von der Liedauswahl – als mehr als gelungen zu bezeichnen ist.

Ein großes Lob verdienten sich auch die Solisten (etwa bei Meat Loafs „It’s all comin back to me now“).

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