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„Personen und Persönlichkeiten“

Museum stellt neue Medienstation vor

BÜCKEBURG. Das Museum hat jetzt eine neue Medienstation zu dem Projekt „Personen und Persönlichkeiten“ vorgestellt. Die Station umfasst eine Fotogalerie und Interviews mit sechs aktuellen Bückeburger Akteuren.

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Herbert Busch Reporter
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BÜCKEBURG. Bückeburg als ein Gemeinwesen von Bürgern mit einer sowohl historischen als auch mit einer aktuellen politischen Dimension zu erkennen, hatte ein Gemeinschaftsprojekt von Museum und Oberschule zum Ziel. Dabei wurden nicht nur historische „große Söhne und Töchter“ der Stadt, sondern auch zeitgenössische Akteure in den Blick genommen. Jetzt ist das Projekt mit der Vorstellung einer neuen Medienstation abgeschlossen worden.

Die Station umfasst eine Fotogalerie und Interviews mit sechs aktuellen Bückeburger Akteuren. Zu hören und zu sehen sind Bürgermeister Reiner Brombach, Murat Akgün (VfL Bückeburg), Renate Gewers (Trachtengruppe Meinsen-Warber), Familie Jendo (Flüchtlingsfamilie aus Syrien), Bettina Remmert (Wirtschaftsförderung der Stadt) und Schlossherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe.

„Die Schüler haben gewissermaßen geschichtlichen Menschen heute lebende Personen gegenübergestellt“, erläuterte Christiane Papassimos, die das unter dem Motto „Personen und Persönlichkeiten“ organisierte Vorhaben als Museumspädagogin begleitete. Zusätzlich zu den zutage geförderten Fakten hätte das Projekt den Schülern der sechsten bis neunten Klasse Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung geboten.

In der Station sind sechs aktuelle Bückeburger als Akteure zu hören und zu sehen.
  • In der Station sind sechs aktuelle Bückeburger als Akteure zu hören und zu sehen.

„Bei der Suche nach Antworten auf Fragen wie ,Wer ist eine stadtbekannte Person, wer eine berühmte Persönlichkeit und für wen interessiert sich ein Museum?‘ machten sie Erfahrungen, die einem das alltägliche Leben normalerweise nicht bietet“, verdeutlichte die Diplom-Pädagogin. „Man darf nicht mit der Tür ins Haus fallen, muss sich gut beobachten und wissen, was man will.“ Darüber hinaus müsse eine Befragung gut vorbereitet werden. Recherchearbeit im Museum und Landesarchiv, unterschiedliche Exkursionen sowie der Umgang mit Kamera und Mikrofon hätten ebenso zu den Aktivitäten der Projektteilnehmer gezählt. „Ich hoffe, dass die Erfahrungen den jungen Menschen auf ihren weiteren Lebenswegen hilfreich sein werden“, sagte Papassimos. „Wir haben viel über Menschen gelernt, die hier wohnen und arbeiten“, legten die Oberschülerinnen Franziska, Lisa, Gina und Jasmin stellvertretend für ihre Mitstreiter dar.

„Die Teilnehmer haben in vielfältiger Weise profitiert“, merkte Dr. Anke Twachtmann-Schlichter an. Durch die Archivrecherche hätten sie Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit gewonnen; die unterschiedlichen Lebensläufe der Interviewpartner ließen sie ihre eigenen Standorte reflektieren. Überdies seien sie mit Themen in Kontakt gekommen, über die sie sich zuvor keine Gedanken gemacht hätten. „Und auch die Gesprächssituationen mussten geübt und schließlich bestanden werden“, erklärte die Museumsleiterin.

Für das Projekt hatte das Museum 2014 den museumspädagogischen Preis der VGH-Stiftung Niedersachen erhalten. Die Stiftung und die VGH-Regionaldirektion Hameln traten zudem als Förderer in Erscheinung.

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