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Starkregen fordert die Feuerwehren

Nach Starkregen: neun Einsätze

BÜCKEBURG. Nachdem am Donnerstagabend ein kräftiger Starkregen über Bückeburg nieder ging, war den Einsatzkräften der Feuerwehr schnell klar, dass in Kürze ihre Hilfe gebraucht wird. So war es auch, als um 17:36 Uhr die erste Alarmmeldung einging.

Zu neun Einsätzen mussten die Bückeburger Feuerwehren ausrücken. Mit dem Generator des Rüstwagens wurden die Pumpen mit Strom versorgt, um das Wasser aus überfluteten Kellern zu fördern. Foto: Moritz Gumin, FF Bückeburg-Stadt

Für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bedeutete das, dass sie im Starkregen sich einen Weg zum Feuerwehrhaus bahnen mussten. „Teilweise konnten wir nur in Schrittgeschwindigkeit auf überfluteten Straßen fahren“ berichteten die Kameraden.

Im Feuerwehrhaus angekommen, galt es die komplett durchnässte Privatkleidung abzulegen und die Einsatzbekleidung anzulegen. Während der Rüstwagen sofort ausrückte, wurde der Gerätewagen Logistik mit Pumpen und den Wassersaugern beladen und die Fahrzeugbesatzungen eingeteilt.

Außerdem wurde die Funkzentrale vorbereitet, um bei einem erhöhten Einsatzaufkommen die Einheiten vom Feuerwehrhaus aus zu führen, und so die Leitstelle in Stadthagen zu entlasten. Bei den großen Unwetterlagen 2010 und 2015 wurden von hier aus bis zu 200 Einsatzkräfte an über 100 Einsatzstellen koordiniert.

Kaum war die Zentrale Einsatzbereit kamen weitere Meldungen. Schwerpunktmäßig betroffen war das Gebiet um den Südharrl. Während der stellv. Stadtbrandmeister Oliver Liese im Feuerwehrhaus die Koordinierung übernahm, erkundete der Einsatzleitdienst Christian Rust die Einsatzstellen.

Nach seiner Rückmeldung wurden dann die Fahrzeuge zu den Einsatzstellen beordert. Glücklicherweise gab es. trotz des kräftigen Regens nur wenige Folgen. Bis 19 Uhr liefen 6 Meldungen auf.

In den meisten Fällen war nach Ankunft der Feuerwehr das Wasser auch schon wieder am Abfließen. In der Albrecht Dürer Straße musste den Wassermassen mit einer Tauchpumpe sowie 2 Wassersaugern Einhalt geboten werden.

Gegen 19 Uhr war das Haupteinsatzgeschehen beendet und die meisten Kräfte konnten entlassen werden. In der nächsten Stunde liefen noch 2 weitere Notrufe auf, wo die Schwerpunktfeuerwehr ausrücken musste. Während in der Pulverstraße kein eingreifen erforderlich war, galt es in der Steinberger Straße für rund eine Stunde noch einmal die Pumpen einzusetzen.

Am Abend musste die Müsinger Feuerwehr noch aufgrund eines überlaufenden Regenschachtes ausrücken.

Als die Bückeburger Einsatzkräfte gegen 21 Uhr einrückten, konnten sie sich bei frischen Bratwürsten stärken. Im Feuerwehrhaus waren inzwischen auch knapp 60 Einsatzkräfte der Züge 1 und 4 der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und der Umweltschutzeinheit eingetroffen. Sie führten am Abend beim Luftsportverein Bückeburg-Weinberg eine Großübung durch. Fast hätte die Übung ausfallen müssen, durch die Einsätze. Nachdem absehbar war, dass die Einsatzzahlen überschaubar waren, konnte die Großübung wie geplant durchgeführt werden. Im Bedarfsfall hätten die Einsatzkräfte jederzeit die Bückeburger Kameraden unterstützen können.

Für das Wochenende warnt der Wetterdienst vor weiteren Gewittern und Regenfällen. Die Feuerwehren der Stadt Bückeburg sind jederzeit einsatzbereit. Allerdings hoffen die Männer und Frauen der neun Bückeburger Ortsfeuerwehren, dass der einzige Einsatz am Wochenende die Unterstützung der Stadt- (Samstag) und Kreiswettbewerbe (Sonntag) der Jugendfeuerwehren auf dem Dr. Faust Platz ist.red

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