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Laternen bedeuten Hoffnung

„Nachtleuchten“ taucht in das Leben des heiligen Martin ein

LUHDEN. Zahlreiche Kinder waren mit ihren Laternen zum Martinsumzug am Kirchenzentrum erschienen, um mit ihren Lichtern durch die Dunkelheit zu laufen und Lieder zu singen. Den Erwachsenen erläuterte Diakon Ingmar Everding, dass Laternen zum Leben des heiligen Martin gehörten.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 14.11.2017 um 15:20 Uhr

Die Kirchenband „1000 reasons“ spielt während des „Nachtleuchtens“ im Kirchenzentrum. Foto: möh

Autor:

Cord-Heinrich-Möhle
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LUHDEN. „Warum gehören Laternen zu einem Martinsumzug? Hat sich diese Kombination über die Jahre hinweg ohne Grund ergeben?“ Den kleinen Kindern, die mit ihren Laternen zum geplanten Umzug am Kirchenzentrum erschienen waren, war es egal, sie wollten einfach mit ihren Lichtern durch die Dunkelheit laufen und entsprechende Lieder singen.

Den Erwachsenen erläuterte Diakon Ingmar Everding, dass Laternen zum Leben des heiligen Martin gehörten. Denn Martin gelte als „Leuchte“, da er immer da gewesen sei, wo Menschen Hilfe benötigten. Und wo Licht sei, würde es heller und warm, sodass die Menschen wieder eine Zukunft hätten. Der heilige Martin stand im Mittelpunkt des „Nachtleuchtens“, eines Gottesdienstes in komplett anderer Form, der in der Gemeinde schon lange in regelmäßigen Abständen und mit diversen Themen angeboten wird.

„Der Heilige St. Martin – ist er uns ein Beispiel für die Nächstenliebe?“, so war das „Nachtleuchten“ offiziell überschrieben. Diakon Ingmar Everding freute sich, auch im Namen des Sportvereins, viele Kinder mit ihren teils selbst gebastelten Laternen und ihre Eltern begrüßen zu dürfen. Und das zuständige Vorbereitungsteam hatte sich sehr viel einfallen lassen, um mit den Gästen in das Leben des heiligen Martin „einzutauchen“.

Es begann im Kirchenzentrum. Hier erzählte seine Mutter (Carla Gramkow) dem kleinen Martin, der zum Militär eingezogen werden sollte, eine kleine Geschichte über einen barmherzigen Samariter und mahnte ihn, wenn er ein guter Soldat sein wolle, müsse er immer darauf achten, auch anderen Menschen in Not zu helfen.

Dann machte sich der Martinsumzug auf den Weg. Haltestationen waren schließlich am Kastanienhof, am Hof Witte und an der Boulebahn, wo verschiedene Erlebnisse aus Martins Leben per Theaterszenen dargestellt wurden. Mit dem „großen“ Martin als Bischof kehrte der Tross ins Kirchenzentrum zurück, wo er mit Laternenliedern vom Posaunenchor des CVJM Bad Eilsen-Rolfshagen willkommen geheißen wurde. Den Kids bereitete der Umzug, an dem zwischendurch auch einmal zwei Pferde im Einsatz waren, sehr viel Freude. Stolz hielten besonders die ganz Kleinen ihre Laternen in die Höhe. Nach dem Rundmarsch durch das Dorf wartete die Gemeinde mit einem leckeren Essen auf. Es gab heiße Würstchen, Kartoffelsalat, Brötchen, Gemüse und Brezel sowie diverse Getränke.

Neben Carla Gramkow spielte Marc Hain Martins Vater. Der heilige Martin selber wurde, je nach Alter, von Florian Hain, Nele Glaser und Kilian Hartmann präsentiert. In der Rolle des Bettlers, einer im Leben des Heiligen wichtigen Person, war Kim-Marie Witte zu finden. Für die Musik während des „Nachtleuchtens“ zeichnete die Kirchenband „1000 reasons“ verantwortlich.

Ingmar Everding dankte schließlich allen Helferinnen und Helfern, die bei den doch aufwendigen Vorbereitungen für das „Nachtleuchten“ zur Stelle gewesen waren. Der Diakon erklärte, dass die Kollekte des Abends für die hungernden Menschen im Jemen bestimmt sei.

In diesem Land, so Everding, seien von der derzeitigen Hungersnot auch 1,2 Millionen Kinder betroffen.

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