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Das emotionale Derby zwischen dem VfL Bückeburg II und dem VfR Evesen endet 1:1

Nasef zelebriert den Ausgleich

veröffentlicht am 17.09.2017 um 20:37 Uhr

Im Derby zwischen der Bückeburger Reserve und dem VfR Evesen schlagen die Emotionen hoch. Foto: ph

Autor:

Jörg Bressem

BÜCKEBURG. Leistung wird unterschiedlich definiert – Fleiß, Genialität, Treue. Dass der VfR Evesen gestern im Stadtderby bei der Reserve des VfL Bückeburg nur 1:1 spielte, war ebenfalls eine Leistung. „Schon zur Pause hätten wir doch mit 3:0 führen müssen“, befand Gästetrainer Steffen Mitschker zu Recht.

Doch weil es nur zu einem 1:0-Vorsprung seiner haushoch überlegenen Truppe langte und weil sich die VfL-Reserve in der zweiten Halbzeit erheblich steigerte, langte es am Ende nur zu einer Punkteteilung, mit der Bückeburgs Trainer Jan-Werner Schmitz natürlich hochzufrieden war. „Evesen mag läuferisch und fußballerisch mehr drauf haben. Aber wir standen kompakt und wir glaubten an unsere Chance.“

Zu Beginn sah es allerdings so aus, als wenn der Sieg des VfR Evesen nur eine Frage der Höhe ist. Die permanent stürmenden Gäste kamen in dem einseitigen Spiel durch Caglayan Tunc, Julian Knickmeier und Anil Yesil zu Torchancen höchster Kategorie. Selten war eine 1:0-Führung wie die von Jannis Städter in der 19. Minute verdienter und vorhersehbarer als in diesem Spiel. Doch zu mehr langte es halt nicht. Tunc setzte noch einen Freistoß an den Pfosten (29.) und auch sonst fehlte beim VfR im Abschluss immer irgendetwas. Mal war ein Bückeburger Bein dazwischen, mal machten es die Gäste zu kompliziert.

Als Schmitz in der Halbzeit mit Aboubacar Sidir Fofana und Cengizhan Su für frischen Wind in der Offensive sorgte, da kippte das Spiel in überraschender Weise. Die bis dahin im Angriff völlig wirkungslose VfL-Zweite berappelte sich und der VfR Evesen verlor plötzlich völlig den Faden. Aus dem ersten guten Bückeburger Torschuss entstand in der 51. Minute der 1:1-Ausgleich. Fofana schoss einfach mal drauf, Jannik Willers hielt den Ball nicht fest und Mohamed Nasef meinte, beim Nachschuss das Foul an ihm ausgiebig zu zelebrieren. Unberechtigt war der Elfmeter allerdings nicht. Nasef verwandelte ihn selbst.

Danach zeigte sich, dass der VfR mit derart unverhofften Situationen ganz schlecht umgehen kann. Die Gäste fanden keinerlei Rhythmus mehr, wurden zwar in den letzten zehn Minuten dominierender, kamen aber auch in dieser Phase zu keinen großen Torchancen mehr. „Der VfL Bückeburg hat das Optimale aus seinen Möglichkeiten gemacht“, analysierte Mitschker bei Spielschluss völlig zutreffend die Punkteteilung.

VfL II: Pöhler, Lars Büsing, Pascal Büsing, Rabia Khodr, Joey Ferdinand (46. Fofana), Nasef, Mostafa Khodr (46. Su), Battaglia (86. Burczyk), Schmalkoch, Rinne, Lennart Versick.

VfR: Willers, Städter, Buruk, Yesil, Ghonaim (57. Akkus), Knickmeier (76. Kilinc), Tunc, Korkmazyigit, Josef Khodr (90. Lesemann), Stolte, Fichtner.

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