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Naturschützer mit Pioniergeist

Naturschützer Egbert Schulz mit Lina-Hähnle-Medaille geehrt

RINTELN/HANNOVER. Der Naturschutzbund (NABU) hat Egbert Schulz mit der Lina-Hähnle-Medaille 2017 im Rahmen seiner Bundesvertreterversammlung in Hannover ausgezeichnet. Schulz, der von 1988 bis 2000 als ehrenamtlicher Landesvorsitzender des NABU tätig war, macht sich seit fast 40 Jahren um den Naturschutz verdient.

veröffentlicht am 07.11.2017 um 14:28 Uhr
aktualisiert am 07.11.2017 um 18:30 Uhr

Egbert Schulz mit NABU-Präsident Olaf Tschimpke in Hannover. Foto: pr
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RINTELN/HANNOVER. Der Naturschutzbund (NABU) hat Egbert Schulz mit der Lina-Hähnle-Medaille 2017 im Rahmen seiner Bundesvertreterversammlung in Hannover ausgezeichnet. Schulz, der von 1988 bis 2000 als ehrenamtlicher Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen tätig war, macht sich seit fast 40 Jahren um den Naturschutz verdient.

Als Gründer zahlreicher NABU-Gruppen in den 1970er- und 1980er-Jahren in Südwestniedersachsen, insbesondere im Weserbergland (NABU Rinteln, Hessisch Oldendorf/Hameln, Kreisverband Schaumburg), hat er nicht nur regionale Pionierarbeit im Naturschutz geleistet, sondern gehörte mit seinem langjährigen landesweiten Engagement zu den wichtigsten Akteuren des NABU Niedersachsen.

Neben seinem regionalen Einsatz für den Naturschutz – Schulz ist seit den 1990er-Jahren bis heute Naturschutzbeauftragter des Landkreises Schaumburg – war er von 1988 bis 2000 Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen. „In seiner Amtszeit hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Landesverband in der Wachstumsphase der 1990er-Jahre bis heute mit einer Vielzahl an Zentren in der Fläche vertreten ist“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Initiiert und mitgewirkt habe Schulz an der Gründung dieser Einrichtungen, wobei ihm als Pädagoge die Umweltbildung immer ein Herzensanliegen war und ist.

Unter Egbert Schulz übernahm der NABU Niedersachsen das 1989 neu gegründete Nationalparkhaus Wangerooge sowie das Nationalparkschiff Borkumriff. Darüber hinaus eröffnete in Bremervörde die NABU-Umweltpyramide als Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) im Jahr 1991, was ebenfalls maßgebliches Verdienst von Egbert Schulz war. Nach seiner Amtszeit als Landesvorsitzender hat sich Schulz wieder verstärkt auf regionaler Ebene im Naturschutz engagiert. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fördervereins Bückeburger Niederung bemühte er sich um den Erhalt und den Schutz dieses überregional bedeutsamen Feuchtgebietes und war 2011 maßgeblich daran beteiligt, Grundstückskäufe über die Kurt Lange Stiftung in Bielefeld zu ermöglichen und diese Flächen langfristig für den Naturschutz zu sichern. Im Jahr 2012 wurde die Auenlandschaft Oberweser bei Hohenrode vom NABU Niedersachsen erworben, wobei Egbert Schulz ebenfalls Mitinitiator war und wichtige Kontakte zu Förderern herstellte.red

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