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Branchenkundiger Investor stellt erfolgreich Bauantrag für Rotlicht-Bar

Neue heiße Adresse für Rinteln? Es tut sich was "Im Emerten Nr. Sex"

Rinteln (ur). Obwohl Inhaber und Personal der Babalou-Bar kürzlich gegenüber unserer Zeitung noch über mangelnde Nachfrage im Bereich sexueller Dienstleistungen klagten, hat das offenbar nicht entmutigend gewirkt auf einen Unternehmer derselben Branche, der in ein Wohnhaus inmitten des Gewerbegebiets im Emerten investieren will - bezeichnenderweise in das Wohnhaus mit Anbau unter Hausnummer 6, wo früher ein Betrieb für Diamantbohrer seinen Sitz hatte.

veröffentlicht am 30.03.2006 um 00:00 Uhr

Im Emerten ist ein Barbetrieb geplant - davon hat ein Sprayer sc

Geplant ist ein Barbetrieb mit angeschlossenen Beherbergungsräumen, die sich vermutlich nicht an die Zielgruppen des Fahrradtourismus am Weserradwanderweg wenden und auch nicht unbedingt eine Konkurrenz zu hiesigen Hotelbetrieben und Privatvermietern für Feriengäste werden. Bauamtsleiter Reinhold Koch dazu: "Bei diesem Bereich handelt es sich um ein Gewerbemischgebiet, in dem solche Betriebe grundsätzlich genehmigungsfähig sind. Auch eine Belästigung von Nachbarn und eine Beeinträchtigung von schützenswerten Einrichtungen wie Kindergärten oder ähnlichem ist an dieser Stelle nicht zu erwarten - und insofern stehen dem Vorhaben keine besonderen Hindernisse entgegen." Auch die Bauhof-Mitarbeiter als unmittelbare Nachbarn können als gestandene Persönlichkeiten wohl kaum ernsthaft als in ihrem sittlichen Wohl beeinträchtigte Menschen angeführt werden. Inzwischen liegt ein regulärer und detailliert ausgeführter Bauantrag vor, nachdem nach Fertigstellung die behördliche Abnahme erfolgen kann. Von Bauarbeiten selbst ist aber noch nicht viel zu bemerken - allerdings ist zu erkennen, dass bereits größere Mengen von Materialien wie Hohlsteine, Rigips-Platten und ähnliches im Anbau eingelagert sind. Antragsteller und Investor soll der branchenkundige Unternehmer Sven B. aus Bünde sein, der inzwischen wohl auch schon einen positiven Bescheid der Stadt in den Händen hat. Die ostwestfälische Klein-stadt Bünde, die nicht nur über ein Eroscenter, sondern auch über diverse Barbetriebe und Wohnungsbordelle verfügt, gilt als eine Drehscheibe des Geschäfts mit dem professionellen Sex im nördlichen Niedersachsen und auch in Nordrhein- Westfalen selbst. Die Größe des Flachbaus in Verbindung mit dem Wohnhaus macht deutlich, dass es sich hier um kein Projekt mit ausschließlich örtlichem "Versorgungscharakter" handelt - genügend Parkplätze für auswärtige Kunden stehen im Einzugsbereich des geplanten Betriebs schon zur Verfügung. Vertreter der nahe gelegenen Moschee allerdings sollen schon ihre Bedenken gegenüber dem Vorhaben geäußert haben.

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