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Grundschule Deckbergen feiert Umbenennung

Neuer Name, großes Fest

DECKBERGEN. Die Grundschule Deckbergen-Steinbergen trägt nun einen neuen Namen: „Grundschule unter der Schaumburg“. Dies ist am Samstag mit einem großen, fröhlichen Fest gefeiert worden.

veröffentlicht am 17.09.2017 um 14:10 Uhr

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Claudia Masthoff Reporterin

DECKBERGEN. Die Schule in Deckbergen hat einen neuen Namen. Aus dem etwas sperrigen „Grundschule Deckbergen-Steinbergen“ ist „Grundschule Unter der Schaumburg“ geworden. Diese „Taufe“ müsste doch gefeiert werden, meinten Schulleiterin, Kollegium und Förderverein, und luden zum Schulfest.

Zum Glück wissen gute Pädagogen, was ihre Schützlinge brauchen, um sich zu amüsieren. Große Reden gehören bei Grundschulkindern jedenfalls nicht dazu. Die wurden dann folgerichtig auch nicht geschwungen. Stattdessen gab es jede Menge Spiel- und Bastelangebote, die sich alle thematisch ein wenig um die Ritterzeit drehten. Man konnte Pappschwerter bemalen und sich im Strohsackweitwurf und Hufeisenwerfen üben. Die Ritterburg war aufblasbar und lud zum Hüpfen, Toben und Rutschen ein. Dosenwerfen, Stelzenparcours und allerlei mehr rundeten das Programm ab. Drei Tanzvorführungen wurden geboten.

Dann gab es noch etwas Besonderes: Mitmach-Theater. Eine wunderbar lebendige Angelegenheit! Man braucht dafür: ein paar Requisiten, ein Textbuch und freiwillige Mitwirkende. „Wer will die Glocke sein? Der Vorhang? Der König? Wer ist der Mond? Nur keine Angst, es ist ganz einfach“, lockte Lehrerin Wiebke Schulz die erst noch Unentschlossenen unter den neugierig herbeiströmenden Kindern. Mit Erfolg. Wenig später ging es los: Zur vorgelesenen Geschichte, die von der Entführung und glücklichen Befreiung einer Prinzessin handelte, improvisierten die Schüler ihr Stück. Erstaunlich, wie wenig es braucht, um aus einem Grundschulkind ein Wildschwein, eine alte Eiche oder den Wind zu machen. Für die Verwandlung ins Schwein zum Beispiel – das sorgte übrigens für viel Gelächter, als es sich auf Regieanweisung das Hinterteil an der alten Eiche schubbern sollte, die daraufhin die Flucht ergriff – reichte schon ein kleines Stück Pelzkragen aus. „Keiner der Schauspieler hier kennt Stück und Text“, hatte Schulz das Experiment angekündigt. Und das glaubten die Zuschauer am Ende gern, denn bis auf ein wenig Grunzen (Schwein), Knarren (Eiche) und lautem Weinen (Königin) blieben die jungen Schauspieler doch lieber beim wortlosen Agieren.

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Coleen Herold und Mika Thiedig enthüllten das neue Schullogo. Foto: CM
  • Coleen Herold und Mika Thiedig enthüllten das neue Schullogo. Foto: CM

„Das ist ja das Schöne an dieser Art von Theater“, erklärte lächelnd die Lehrerin im Anschluss. „Jede Altersstufe, und heute sind besonders viele Erstklässler auf der Bühne, findet hier ihre eigene Ausdrucksmöglichkeit.“

Und wenn wir schon beim Eindruck sind: An diesem Wochenende zeigte sich die Schule von ihrer allerbesten Seite. Zwar mag hier, wie in letzter Zeit hinreichend beschrieben, nicht alles glatt laufen, doch es gibt auch ein Gegengewicht: Lehrer mit guten Ideen, einen engagierten Förderverein, Eltern, die sich mit „ihrer“ Schule verbunden fühlen und Kinder, die jede Menge Leben in die Bude bringen.

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