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„Etwas Neues wäre toll – eigentlich“

Neuer Standort für die Grundschule Süd? Asche äußert Bedenken

RINTELN. Wenn die Integrierte Gesamtschule (IGS) an die Burgfeldsweide umzieht, könnte die Grundschule Süd in das Gebäude am Kollegienplatz verlegt werden, so die Idee der Mehrheitsfraktion aus CDU und WGS im Rat der Stadt Rinteln. „Ja, es wäre toll, mal was ganz Neues zu machen“, sagt dazu Schulleiter Manfred Asche.

veröffentlicht am 10.11.2017 um 17:13 Uhr

Der Leiter der Grundschule Süd, Manfred Asche. Foto: cok
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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RINTELN. „Aber ob der Kollegienplatz dafür geeignet ist?“ Offiziell hat ihn bisher noch niemand um seine Meinung gefragt, weder aus dem Rat noch aus der Stadtverwaltung. Dafür stürmten um so mehr interessierte Fragen im letzten „Erzählcafé“ auf ihn ein, wo es um die Geschichte der Grundschule ging. Sein Wunschtraum und der des Kollegiums bestehe darin, eine Schule zu besitzen, die rundherum kindgerecht gebaut und eingerichtet wäre und dabei auch allen Vorgaben der Inklusion gerecht würde, sagt Asche. „Aber das ist ein Traum, dessen Umsetzung ich wohl kaum erleben werde.“

Tatsächlich sei ja das Areal der Grundschule Süd ein insgesamt sehr gutes Grundschulumfeld. Die schützenden Mauern, Grünflächen und die einigermaßen sichere Verkehrslage sprächen für den Verbleib am bisherigen Ort. Zwar würde der Denkmalschutz bauliche Beschränkungen auferlegen – so dürfte zum Beispiel kein Sonnenschutz außen am Gebäude angebracht werden – und man müsse zugeben, dass mehrere Bereiche in der Schule für körperbehinderte Kinder noch nicht zugänglich seien, doch sehe das im Gebäude der IGS keinesfalls anders aus, auch das stehe unter Denkmalschutz, und es sei zudem von jeher für Schüler der Sekundarstufe 1 eingerichtet. Es müssten massive Umbauten vorgenommen werden, um die IGS Grundschulbedürfnissen anzupassen.

Zudem würde der Kollegienplatz kein so schön abgeschlossenes Areal bieten, wie das in der Schulstraße der Fall sei. Nicht zu vergessen: Die Stadt hat viel Geld in das Schulstraßengebäude investiert, unter anderem für die Mensa. „Warum ein funktionierendes Gebäude zerstören, um es woanders wieder aufzubauen?“, dieser Frage einer Kollegin konnte Asche sich nur anschließen.

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