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Naturschutzbund stellt Lebensräume für Amphibien her

Neues Heim für Erdkröte & Co.

HOHENRODE. Kurz vor dem Jahresende sind in der Auenlandschaft Lkw und Ketten-bagger angerückt, um neue Lebensräume für Amphibien zu schaffen und das Naturschutzgebiet damit aufzuwerten. Insgesamt zehn Gewässer entstehen hier. Sie sollen künftig auch den Besuchern nützen.

veröffentlicht am 26.12.2017 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 26.12.2017 um 22:50 Uhr

In der Auenlandschaft entsteht ein Gewässer, in dem sich Amphibien wohlfühlen sollen. An diesem „Schautümpel“ können sich Besucher künftig auch informieren. Foto: pr

HOHENRODE. Kurz vor dem Jahresende sind in der Auenlandschaft Lkw und Ketten-bagger angerückt, um neue Lebensräume für Amphibien zu schaffen und das Naturschutzgebiet damit aufzuwerten. „Wir sind sehr froh, dass wir Erdkröte, Teichmolch & Co. damit noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel ein nachhaltiges Geschenk machen konnten“, freut sich Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des Naturschutzbund (NABU) Rinteln.

Unter fachkundiger Bauleitung von Bruno Scheel wurden gleich zwei Maßnahmen durchgeführt: Zunächst wurde ein etwa 100 Quadratmeter großes Gewässer in der Nähe des geplanten Aussichtsturmes errichtet, das neben der ökologischen Funktion auch der Umweltbildung dient.

„Dieses Gewässer ist als sogenannter Schautümpel konzipiert und soll auch dem Naturerleben dienen. Im Rahmen des ‚WeserErleben‘-Projektes ist hier eine Infostation zu Amphibien geplant“, so Scheel. Die Besucher der Auenlandschaft können so etwas über Lebensräume in der Aue erfahren und zugleich die schützenswerten Amphibien in ihrem Lebensraum beobachten. Dieses Gewässer wurde im Rahmen des Gelbbauchunkenprojektes des NABU Niedersachsen realisiert.

Insgesamt zehn Gewässer sind in der Hohenroder Auenlandschaft entstanden, um Amphibien ein Zuhause zu geben und Besucher zu informieren. Foto: pr
  • Insgesamt zehn Gewässer sind in der Hohenroder Auenlandschaft entstanden, um Amphibien ein Zuhause zu geben und Besucher zu informieren. Foto: pr
Die Beweidung der Flächen durch Rinder sorgt für optimale Bedingungen für die Amphibien. Foto: pr
  • Die Beweidung der Flächen durch Rinder sorgt für optimale Bedingungen für die Amphibien. Foto: pr

Darüber hinaus ist man nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde schnell einig drüber geworden, dass weitere Maßnahmen im Westbereich des Naturschutzgebietes zur Aufwertung von Amphibien-Lebensräumen sinnvoll sei. Im Anschluss wurden dort neun weitere Gewässer angelegt. Der angefallene Erdaushub konnte gleich für die Herstellung von Winterquartieren genutzt werden.

„Mit der Beweidung, die im Naturschutzgebiet und auf der angrenzenden Pachtfläche durchgeführt wird, haben wir optimale Bedingungen“, so Büscher. Die Weidetiere sorgten nicht nur für den Erhalt von artenreichem Grünland, sondern ganz nebenbei dafür, dass die nun angelegten Gewässer nicht zuwachsen. Auf diese Weise blieben diese Tümpel für Gras- und Teichfrosch sowie andere Amphibienarten als Lebensräume lange erhalten. Die Tümpel im Westbereich wurden mit Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert. red

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