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Auswertung der IGS-Befragung läuft

„Nicht gegen den erklärten Willen der Eltern“

Hagenburg (jpw). Würde eine IGS Lindhorst für Hagenburger Eltern indirekt zur Folge haben, dass sie ihre Kinder nicht mehr ins nahegelegene Steinhude und nach Wunstorf zur Schule schicken dürften? Das befürchtet der Hagenburger Bürgermeister Karl-Wilhelm Möller (CDU).

veröffentlicht am 28.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:42 Uhr

Im derzeit laufendenden Auswertungsverfahren der IGS-Fragebögen im Landkreis Schaumburg und in der Stadt Wunstorf hat sich der Hagenburger Bürgermeister Karl-Wilhelm Möller (CDU) zu Wort gemeldet.

Er befürchtet, dass der mögliche Aufbau einer IGS in Lindhorst zur Folge haben könnte, dass sich der Landkreis Schaumburg aus den Vereinbarungen vom Mai 1978 bezüglich des Steinhuder Schulzentrums zurückzieht. „Hagenburger Schüler gehören auch in Richtung Wunstorf“, sagte Möller.

Möller will verhindern, dass, so sagt er, künftig die Hagenburger Schüler auf diesem Weg gezwungen werden könnten, die landkreiseigene Schule in Lindhorst zu besuchen. Der frühere CDU-Kreistagsabgeordnete Möller forderte ausdrücklich, den „für unser Gebiet gewählten Kreistagsabgeordneten Klaus-Dieter Drewes dazu auf, Stellung zu dem Thema zu beziehen“. Dieser sei aber offenbar „abgetaucht“.

Vor mehr als 30 Jahren war die Gemeinde Hagenburg dem Sekundarbereich I Steinhude der Stadt Wunstorf zugeordnet worden, und die Stadt Wunstorf hatte sich verpflichtet, die entsprechenden Schüler in die Haupt- und Realschul aufzunehmen. Für den Anteil Hagenburger Schüler in diesen Schulformen, der zeitweise bis zu 40 Prozent betrug, beteiligt sich der Landkreis Schaumburg im Verhältnis an den Kosten. „Soweit noch Schulformen in Steinhude fehlen (zurzeit Gymnasium), besteht diese Verpflichtung auch für andere Schulen in Wunstorf“, heißt es in der mehr als drei Jahrzehnte alten Vereinbarung.“

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kreistag gegen den erklärten Willen der Hagenburger Eltern entscheiden würde“, sagte die Schuldezernentin und Erste Kreisrätin Eva Burdorf auf Anfrage der Schaumburger Nachrichten.

„Gelassen“, so sagte Burdorf, verfolge man die gegenwärtigen Diskussionen und erwarte die Ergebnisse der Fragebogen-Auswertungen. „Eine IGS ist damals nicht Bestandteil des Vertrages gewesen.“ Mit Blick auf die Debatten über den IGS-Standort in Wunstorf riet Burdorf dazu, „erst einmal abzuwarten“, an welcher Stelle in der Stadt eine Integrierte Gesamtschule entstehen wird.

Bezüglich einer möglichen IGS Lindhorst verwies Burdorf auf die „reichhaltigen IGS-Erfahrungen des Landkreises als engagierter Schulträger.“

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