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Einbrüche in Fischbeck und Hessisch Oldendorf

Panzerknacker schlagen erneut zu

HESSISCH OLDENDORF. Erst vor zwei Monaten hat die heimische Polizei zwei mutmaßliche Panzerknacker aus Hildesheim geschnappt, auf deren Konto mehr als 50 Einbrüche gehen sollen. Doch die Serie riss nicht ab – offenbar machen andere Täter weiter. In Hessisch Oldendorf wurden mehrere Einbrüche verübt - allein fünf in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.

veröffentlicht am 24.03.2017 um 16:21 Uhr

Aufgeschnitten, geplündert und in einem Fluss entsorgt – dieser Panzerschrank war von den jüngst geschnappten Einbrechern geknackt worden. Foto: Polizei
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar brachen Diebe in den Markt „Getränkeblitz Weserbergland“ und die darin befindliche Post-Agentur am Kötnerweg in Fischbeck ein. Sie versuchten vergeblich, den vier Zentner schweren Stahlschrank mit einem Trennjäger zu öffnen. Vermutlich kehrten dieselben Einbrecher am 23. Februar an den Tatort zurück. Diesmal nahmen sie den Panzerschrank mit.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden in Fischbeck und in Hessisch Oldendorf fünf weitere Einbrüche verübt. In zwei Fällen hatten es die Täter auf den Inhalt von Tresoren abgesehen. An der Straße Goldbinnen (Fischbeck) drangen die Kriminellen in eine Maschinenbau-Firma ein. Sie versuchten dort, einen Stahlschrank aufzuschneiden. Das Werkzeug hätten sie sich aus einer angrenzenden Halle besorgt, berichtet Polizeioberkommissar Jens Petersen. Am Steinbrinksweg in Hessisch Oldendorf hebelten die Diebe ein Fenster auf und kletterten in die Büroräume eines Betriebes. Sie schleppten einen massiven Panzerschrank in eine Fahrzeughalle und schnitten ihn offenbar mit einem Trennjäger auf. Aus dem Tresor sei Geld entwendet worden, sagte Petersen. Zwei weitere Einbrüche wurden aus dem Steinbrinksweg gemeldet. An einem Tatort hebelten die Täter Haus- und Wohnungstüren auf. In den derzeit unbewohnten Zimmern wurden Schränke und Schubladen geöffnet. Ob die Diebe etwas mitgenommen haben, ist noch unbekannt. Die Büro- und Verkaufsräume eines Caravan-Händlers am Steinbrinksweg wurden ebenfalls durchsucht. Auch in diesem Fall hätten die Einbrecher ein Fenster aufgehebelt, sagte Petersen. Die Täter nahmen einen Laptop und das Geld aus einer Kasse mit.

Am Münchhausenring stiegen die Diebe in einen Steinmetzbetrieb ein. Sie schlugen ein Loch in die Glasscheibe eines Toilettenfensters und gelangten so ins Gebäude. „Die Räume sind zwar durchsucht worden, entwendet wurde nach ersten Feststellungen aber nichts“, sagte der Oberkommissar. Die Ermittler der Polizeistation Hessisch Oldendorf (Tel. 05152/947490) hoffen, dass jemand verdächtige Beobachtungen gemacht hat.

Zur Verhinderung und Bekämpfung von Einbrüchen hatte die Polizeiinspektion in dieser Woche an verschiedenen Tagen umfangreiche Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Dabei waren 121 Fahrzeuge und 154 Personen überprüft worden. Schwere Jungs waren nicht darunter. Offenbar ist es den Tresorknackern gelungen, durch das Schleierfahndungsnetz zu schlüpfen.

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