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Bückeburger Motorradfahrer unter den Top-Ten

Peter Jüttner stürmt auf den Gipfel seiner Karriere

Bückeburg (bus). Der Bückeburger Motorradfahrer Peter Jüttner hat im schweizerischen Obersaxen den Gipfel seiner bisherigen sportlichen Karriere erklommen. Wobei "Gipfel" im Zusammenhang mit Jüttners Sport wörtlich zu verstehen ist - der im Privatleben als selbstständiger Zahntechnikermeister tätige Experte ist seit fünf Jahren im so genannten Hillclimbing (Bergklettern) engagiert, in dem mitunter mehrere Hundert Meter hohe, unwegsame Auffahrten mit dem motorisierten Zweirad zu bezwingen sind. In der Schweiz gelang ihm der Sprung unter die Top-Ten Europas.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 07:42 Uhr

"Es ist absolut super gelaufen, ich bin sehr zufrieden", schwärmt Jüttner im Rückblick. Viel mehr sei für einen auf privatem Ticket fahrenden Amateur in der von ihm bestrittenen Kategorie Cross/Enduro kaum zu erreichen. Die Europameisterschaft führte in Obersaxen mehr als 150 Vertreter der kontinentalen Elite der Bergauf-Stürmer zusammen. Vor der Teilnahme standen Qualifizierungsveranstaltungen in Deutschland, Österreich und Belgien auf dem Programm. Den letzten Feinschliff hatte sich der 44-Jährige beim Erzberg-Rodeo geholt, das Insider - Jüttner: "Krönung aller Querfeldeinrennen" - als härteste Offroad-Herausforderung der Welt bezeichnen, geholt. Mit einem ebenfalls beachtlichen Endresultat: Platz 126 entsprach bei mehr als 1 300 Startern prozentual betrachtet auch eine Platzierung innerhalb der Top-Ten. Im Eidgenössischen bereiteten dem Piloten einer KTM 300 EXC, ein Zweitakter, der bei vergleichsweise minimalem Gewicht von etwa 100 Kilo mehr als 50 PS auf die Kette bringt, zunächst Abstimmungsprobleme bei Übersetzung und Bedüsung (des Vergasers) einiges Kopfzerbrechen. Hier spielte die Höhenluft im mehr als 1500 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Obersaxen eine entscheidende Rolle. "Im Finale der besten 18 konnte ich aber nicht zuletzt dank der Unterstützung meines Freundes und Mechanikers Kai Klußmann mit einem wirklich perfekten Motorrad antreten", unterstreicht der schlussendlich Achtplatzierte. Darüber hinaus habe wohl auch das Daumendrücken seiner Eltern Nanni und Dieter Jüttner geholfen, vermutet der Bückeburger, auf den jetzt auch Szenegrößen wie Werner Müller (Enduro-Europameister), Lars Nonn (Hillclimbing-Europameister), Giovanni Sala (mehrfacher Enduro-Weltmeister) sowie Marc Coma und Cyril Despres (beide Rallye-Dakar-Gewinner) aufmerksam geworden sind. Dessen ungeachtetüberstrahlt der Glanz der in der Schweiz erzielten Leistung alle bisherigen Erfolge des Ausnahmekönners. "Das ist die Krönung meiner Karriere", erläuterte Jüttner im Gespräch mit der Landes-Zeitung, in dessen Verlauf er nicht ausschließen mochte, "zukünftig noch einen Zahn zulegen" zu können.

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