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Gewässermobil vom "Büro am Fluss" in der Grundschule Nord / Wesergold unterstützt Aktion

Plantschen, matschen - und dabei was lernen

Rinteln (cok). Begeistert spielen zu können und dabei gleichzeitig etwas zu lernen, so haben junge Schüler die Schule am liebsten. Als das "Gewässermobil" in die Grundschule Nord kam, durfte mit Wasser geplantscht, mit Schlamm gebaut werden, und wie nebenbei erfuhren die Kinder etwas über ihren Heimatfluss, die Weser, und auch, warum es so wichtig ist, ihn zu schützen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:13 Uhr

Spielen und entdecken - so lieben die Schüler ihre Schule. Foto:

"Wir gehen in die Schulen, um die Kinder an die Weser und auch ihre Nebengewässer spielerisch heranzuführen", sagt Diplom-Ingenieur Christian Schneider vom 2005 gegründeten Netzwerk "Büro am Fluss". "Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie sehr menschliche Eingriffe das Leben in und um einen Fluss herum verändern." Diesen Ansatz konnte Schulleiter Horst Ahlswede voll unterstützen: "Früher haben die Kinder Weser, Exter und die Natur drum herum viel häufiger selbst entdeckt. Es wäre schön, wenn sie das auch heute wieder tun würden!" Klar war: Die Viertklässler, die an dem mit Wasser, Erde und einer Wasseranlage ausgestatteten und umgebauten Anhänger ausprobierten, wie unterschiedliche Ufergefälle und Wassertiefen die Strömungsgeschwindigkeit verändern und ganze selbst gebaute Ufer zum Einsturz bringen können, sie waren so fröhlich, als spielten sie an einem wirklichen Fluss. Das "Büro am Fluss" hat seinen Sitz in Höxter und plant eine ganze Reihe von Aktionen, um dazu beizutragen, die Weser als abwechslungsreichen und gesunden Flusslebensraum zu schützen und zu erhalten. "Es gibt viele Gruppen und Institutionen, die sich für die Weser einsetzen", so Schneider. "Was wir brauchten, war ein Netzwerk, das sie zusammenführt." Das "Gewässermobil" schließt mit seinem Wasserspiel an das Unterrichtsthema "Der Wasserkreislauf" an und lässt sich gut mit Unternehmungen wie dem Ausflug zum Naturpark-Projekt am Steinhuder Meer verbinden. Aber auch Oberstufenschüler können anspruchsvoll mit dem Gewässermobil arbeiten. Finanziell unterstützt wird das Gewässermobil von Wesergold. "Auch für uns ist die Weser ein tragendes Symbol", erklärt Verkaufsleiter Gerhard Dörries. "Wir sind sofort darauf angesprungen, und wenn das weiter so toll angenommen wird, werden wir gerne noch mehr dafür tun." Heute ist das Gewässermobil in der Grundschule Süd zu Besuch. Weitere Infos unter (05271) 490722 oder im Internet: www.lebendige-weser.de.

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