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Kurioser Fund auf „Google Maps“

Plötzlich liegt in Rinteln ein Flugzeug in der Hecke

RINTELN. Ein Flugzeug, das sich in den Büschen am Deckberger Weg versteckt? Den kuriosen Fund hat Dr. Nobert Handke bei Google maps in der Satelliten-Darstellung entdeckt. Die Erklärung ist selbstverständlich simpel: Das Flugzeug ist zufälligerweise bei einem Überflug für die Aktualisierung der Google-Maps-Karten vom Sateliten fotografiert worden.

veröffentlicht am 21.12.2017 um 16:46 Uhr
aktualisiert am 21.12.2017 um 18:07 Uhr

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Autor

Hans Weimann Reporter
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Überflug für die Aktualisierung der Google-Maps-Karten vom Sateliten fotografiert worden. Ein Fehler, der bei Google Maps vermutlich bald wieder behoben sein wird. Bei Redaktionsschluss war es allerdings zwischen B 238 und Deckberger Weg in der Rintelner Nordstadt noch zu sehen.

Man hat in der Vergangenheit schon ganz andere Merkwürdigkeiten gefunden, die schnell wieder korrigiert worden sind: Autos auf Zuggleisen, ein Schiff an Land, ein Jumbojet mitten im Dschungel.

Für Lücken gibt es einfache Erklärungen: Fehler beim Kartenupdate oder Bildstörungen durch Spiegelungen auf der Erde. Dass es sich bei den Detailaufnahmen nicht immer um einen kontinuierlichen Bildverlauf handelt, lässt sich auch an den unterschiedlichen Schattenwürfen ablesen.

Wer auf Google Maps surft, stellt schnell fest, die Karten sind ein buntes Puzzle, ein Flickenteppich quer durch die Jahre wie Jahreszeiten. Da ist ein Feld bestellt, einen Klick weiter ist der Wald winterkahl.

Die aktuellen Karten für Rinteln sind in diesem Jahr aufgenommen worden. Schaut man auf Details, kann man davon ausgehen, dass der Überflug im Sommer stattgefunden hat. Da war die alte Brücke über die Exter schon nicht mehr da (also nach dem Schützenfest), die neue Brücke aber noch nicht da. Da stehen noch keine neuen Häuser in Hohenrode an der Straße vor dem Berge, der Radweg in Möllenbeck am Kloster noch nicht gebaut.

Vermutlich sind die Bilder am frühen Morgen an einem Wochenende aufgenommen worden. Der Parkplatz am Ernestinum und am Rathausplatz ist fast leer. Und noch etwas fällt auf. Nur rund um den Marktplatz und an wenigen anderen Ecken findet man das gelbe Street-View-Männchen, mit dem man virtuell um die Häuser gehen kann.

Auch das Landesamt für Geoinformationen und Landesentwicklung macht übrigens Luftaufnahmen. Ein Grund dafür ist auch die Kontrolle der Bautätigkeit. So haben im Jahr 2013 diverse Grundstücksbesitzer Post bekommen mit der Aufforderung, ihre neu gebauten Garagen oder einen neuen Anbau am Haus doch mal amtlich vermessen zu lassen.

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