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Brand am Unterwallweg – Frau aus brennendem Haus gerettet

Polizei geht von Brandstiftung aus

BÜCKEBURG. Die Polizei Bückeburg geht nach dem Brand eines Carports und Wohnhauses am Unterwallweg von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus. Andere Ursachen können ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Sie bittet jetzt Zeugen, die vor 22.30 Uhr verdächtige Personen im unteren Bereich des Unterwallwegs in Höhe des Hauses Nr. 14 schräg gegenüber dem Veterinäramt des Landkreises gesehen haben, sich bei ihr zu melden: (0 57 22) 95 93-0.

veröffentlicht am 13.02.2018 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 14.02.2018 um 09:44 Uhr

Die Feuerwehr konnte eine verletzte, aber noch ansprechbare Frau aus dem Haus am Unterwallweg retten. Foto: jak

Autor:

Jakob Gokl und Raimund Cremers

Der Brand hatte die Bückeburger Feuerwehren am Montagabend gegen 22.45 Uhr gefordert. Bei einem Wohnhausbrand im Unterwallweg konnten die Ehrenamtlichen eine verletzte, aber noch ansprechbare Frau aus ihrer Wohnung retten (wir berichteten).

im Unterwallweg in Bückeburg war ein Carport aus ungeklärter Ursache in Flammen aufgegangen. Das Feuer griff in Windeseile auf das dahinterstehende Haus an der Wallstraße über. Zwei Löschzüge der Feuerwehr Bückeburg Stadt waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Als die Kräfte eintrafen, stand ein Carport sowie die Fassade des Wohnhauses in Vollbrand. Hierbei war die große Gefahr, dass das Feuer auf die benachbarten Gebäude übergreift.

Da noch eine Bewohnerin vermisst wurde, durchsuchten Atemschutzträger das Haus. Tatsächlich konnten die Ehrenamtlichen kurz darauf eine Frau retten, berichtete Einsatzleiter Andre Märtens. Sie war noch ansprechbar und wurde von den alarmierten Rettungskräften versorgt.

Fünf Trupps unter Atemschutz waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Foto: jak
  • Fünf Trupps unter Atemschutz waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Foto: jak

Durch den Angriffstrupp der Feuerwehr wurde unter schwerem Atemschutz sofort mit der Brandbekämpfung begonnen, sodass ein weiteres Ausdehnen des Feuers verhindert werden konnte. Die Hitze war so stark, dass selbst im Gebäude der Deckenputz abplatzte. Mithilfe der Drehleiter wurde die Fassade abgedeckt, um das Feuer im versteckten Raum zu löschen. Im Laufe des Einsatzes kamen fünf Trupps unter Atemschutz mit drei C-Rohren, eine Wärmebildkamera und Brechwerkzeug zum Einsatz.

Während des Einsatzes kamen zwei Kameraden mit einer 230-Volt-Stromleitung in Kontakt, ein Kamerad stürzte bei der Glätte. Die betroffenen Kameraden wurden durch den Rettungsdienst untersucht und konnten an der Einsatzstelle verbleiben. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr und sechs des Rettungsdienstes mit 14 Fahrzeugen im Einsatz.

Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar, fast die komplette, der Straße zugewandten Fassade war verkohlt, teilweise versteckten sich noch Glutnester dahinter. Mithilfe einer Drehleiter wurden diese nach und nach ausfindig gemacht und gelöscht. Die meisten Fenster sind aufgrund der Hitze geborsten.

Bewohner anliegender Häuser mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie konnten nach und nach in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem diese von der Feuerwehr auf etwaige Rauchgase untersucht worden waren.

Um die Brandursache zu ermitteln, waren am Dienstag Brandermittler der Polizei vor Ort. Ihre Ermittlungen ergaben, dass der Brand eindeutig im Carport ausgebrochen ist und Selbstentzündung, Blitzschlag oder ein technischer Defekt ausgeschlossen werden können. Die Polizei geht daher von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus.

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