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Einbrüche Thema bei Landfrauen

Polizei warnt vor gefährlichen Urlaubsgrüße auf Facebook

RINTELN. Zu einem aktuellen Vortrag über Einbruchschutz haben sich die Landfrauen Rinteln-Hessisch Oldendorf kürzlich im Gasthaus „Zur Linde“ in Todenmann eingefunden. Oberkommissarin Meike Eldagsen konnte auf alle Fragen aus dem Publikum sehr intensiv eingehen.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 12:20 Uhr
aktualisiert am 14.11.2017 um 18:00 Uhr

Ein Dankeschön von Vorsitzender Astrid Dohme-Rügge (re.) für die Referentin Meike Eldagsen. Foto: csu

Autor:

Christel Sundermann
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RINTELN. Zu einem aktuellen Vortrag über Einbruchschutz hatten sich die Landfrauen Rinteln-Hessisch Oldendorf im Gasthaus „Zur Linde“ in Todenmann eingefunden. Zwar waren nicht alle Plätze besetzt, doch so konnte Oberkommissarin Meike Eldagsen auf alle Fragen aus dem Publikum sehr intensiv eingehen.

Zuvor berichtete die Polizeibeamtin anhand von Fallzahlen von der Häufigkeit der Einbrüche im Landkreis Schaumburg. Hier werden etwa 67 Fälle im Jahr verzeichnet, das heißt, das ungefähr eineinhalb Einbrüche pro Woche stattfinden. In Bückeburg sind die Fallzahlen höher als zum Beispiel in Bad Nenndorf oder Stadthagen.

In rund 30 Prozent der Fälle bleibt es beim Versuch und der Einbruch wird nicht beendet. Ein Bruch in ein ungesichertes Haus geschieht jedoch innerhalb von zehn Sekunden. Meike Eldagsen bescheinigte allen anwesenden Gästen, dass sie das mit der richtigen Anleitung und dem passenden Werkzeug ebenfalls problemlos bewerkstelligen würden. Nach fünf bis sieben Minuten sind die Täter in der Regel verschwunden und hinterlassen nicht selten Chaos und Verwüstung. Das Schlimmste für die Betroffenen ist nicht der Verlust von Wertgegenständen, sondern die Anwesenheit von Fremden in ihrer Privatsphäre.

Die beste Einladung für böse Buben ist, so Eldagsen, immer ein gekipptes Fenster oder eine offene Garage. Hier ist dann sofort klar, dass die Bewohner „nur mal kurz“ nicht anwesend sind. Über Urlaubsgrüße in den sozialen Medien freuen sich Einbrecher ebenso wie über einen überquellenden Briefkasten. Der häufigste Weg ins Haus ist für Einbrecher die Terrassentür, gefolgt von Fenstern, der Haustür und der Kellertür; doch auch das Obergeschoss ist aufgrund seiner Höhe nicht sicherer. Aufstiegshilfen wie Leitern, Mülltonnen oder Bäume, über die man an höher gelegene Fenster gelangt, sollten tunlichst entfernt werden. Sichtschutzzäune oder hohe Hecken helfen immer auch den Einbrechern. Im Außenbereich versteckte Schlüssel für den Notfall werden in der Regel von den bösen Buben gefunden.

Ein gut beleuchtetes Grundstück hingegen wirkt so abschreckend wie Licht im Haus, das bei Abwesenheit mit Zeitschaltuhren geregelt werden kann und das bei nicht fest verschlossenen Jalousien von außen sichtbar ist. Ein TV-Simulator ist ebenfalls ein probates Mittel zur Abschreckung. Wichtigste Hilfe ist jedoch immer eine aufmerksame Nachbarschaft, die ein wachsames Auge auf die Mitbewohner und deren Grundstücke hat, Briefkästen leert und Notfallschlüssel aufbewahrt. Eldagsen bestärkte die Zuhörer, unbedingt sofort die 110 zu alarmieren, falls seltsame Vorkommnisse auffallen oder unbekannte Leute im Wohngebiet unterwegs sind, denn nur dann besteht für die Polizei eine reelle Chance, einer Straftat vorzubeugen. Die wichtigste Informationsquelle sind, so Eldagsen, immer die Bürger. Viele sichernde Maßnahmen werden von der KfW gefördert. Beratung und Infomaterial gibt es bei Fachfirmen und bei der Polizei.

Die nächste Veranstaltung der Landfrauen Rinteln-Hessisch Oldendorf findet am 22. November im Gasthaus Homberg in Strücken statt. Dann geht es um „Natürlich schön mit der richtigen Kosmetik“. Auf Anmeldungen freut sich Renate Wünsche unter (0 57 51) 96 70 36.

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