weather-image
Nach vielen Gesprächen: Landkreis Schaumburg arbeitet an einer Lösung

Postenbörse bleibt

Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, aber die Verantwortlichen der Postenbörse sind sicher, dass sie mit dem Landkreis Schaumburg eine Kompromisslösung finden. Die Postenbörse in Rehren wird also nicht geschlossen.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 16:33 Uhr

Das Banner, mit dem die Postenbörse auf die Probleme mit dem Landkreis hingewiesen hat, ist verschwunden – die Filiale bleibt. Foto: la
Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

REHREN. Eine frohe Botschaft für die Auetaler – die Postenbörse bleibt in Rehren. Nach vielen Gesprächen zwischen dem Betreiber, der Firma Expo-Börse, und dem Landkreis Schaumburg ist eine Lösung in Sicht. „Der Landkreis erarbeitet einen Kompromissvorschlag und es sieht gut aus für eine konstruktive Lösung“, sagte Peter Selter von der Expo-Börse auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Postenbörse wurde 2015 im ehemaligen Aldi im Gewerbegebiet in Rehren eröffnet. Da das Geschäftskonzept keinen Lagerartikel vorsieht und der 119 Quadratmeter große Lagerraum daher nicht benötigt wurde, nutzte die Postenbörse den Bereich als Verkaufsfläche. Das wurde vom Landkreis Schaumburg allerdings untersagt, weil dafür keine Genehmigung vorlag. Diese beantragte die Expo-Börse am 12. Februar 2016. Der Antrag wurde vom Landkreis Schaumburg abgelehnt, da durch die Erweiterung der Verkaufsfläche die in Gewerbegebieten zulässige Größe der Verkaufsfläche – das sind 800 Quadratmeter – um 75 Quadratmeter überschritten würde.

Georg Dobelmann, Chef der Expo-Börse GmbH, verstand diese Entscheidung nicht, schrieb den Landkreis an und führte Gespräche. Provokant ließ er ein Banner an der Postenbörse aufhängen, das darauf hinwies, dass das Geschäft geschlossen würde, wenn der Landkreis „keinen notwendigen Spielraum gewähren würde, um das sehr erfolgreiche, kundenorientierte Geschäftsmodell an dieser Stelle weiterzuentwickeln, auszubauen beziehungsweise zu erweitern“ – so der Text auf dem Banner.

Die Auetaler zeigten sich erschüttert und die Mitarbeiter der Postenbörse bangten lange um ihre Arbeitsplätze. Bürgermeister Heinz Kraschewski führte Gespräche mit dem Landkreis und nachdem die Postenbörse ein Ultimatum bis zum 31. Oktober gestellt hatte – ohne Genehmigung wolle man zum 31. Dezember schließen –, setzte man sich noch einmal gemeinsam an einen Tisch. Inzwischen ist mit Matthias Reinold ein Planer eingeschaltet worden, der einen Kompromissvorschlag erarbeiten soll.

„Aufgrund der geringfügigen Überschreitung der Größe der Verkaufsfläche ist wohl eine Sonderfallregelung für den Standort im Auetal möglich“, sagte Selter. Man sei zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird, mit der alle leben können. Als Zeichen für die Kunden ist das Banner vom Gebäude abgenommen worden.

Die Kunden und Mitarbeiter sind erleichtert. „Für das Auetal wäre es schrecklich, wenn auch noch die Postenbörse geschlossen würde. Schließlich gibt es jetzt schon kaum Einkaufsmöglichkeiten“, hatten viele Auetal gesagt.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare