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Kinofilm „EneMe“ – Lob für Komparsen

Professionell und geduldig

BÜCKEBURG. Die Gelegenheit, als Laie mit bekannten Schauspielern wie Thure Riefenstein, Dennis Mojen, Sophia Thomalla, Adam Bousdoukos und Udo Schenk in einem Kinofilm mitzuspielen, bietet sich nicht alle Tage. Entsprechend groß war das Interesse an dem – auch über unsere Zeitung bekannt gemachten – Aufruf der Kasseler Produktionsfirma „JAKALE Film“, die für Dreharbeiten zu deren Film „EneMe“ rund 60 Komparsen gesucht hat.

veröffentlicht am 01.11.2017 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 01.11.2017 um 17:15 Uhr

Einige der Komparsen hatten bei den Dreharbeiten auf Schloss Bückeburg nur eine reine Statistenrolle, andere agierten als sogenannte Kleindarsteller vor der Kamera, indem sie eine bestimmte Handlung ausführen mussten. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Benötigt wurden die ehrenamtlich Mitwirkenden für eine von dem Drehbuchautor Adnan G. Köse geschriebene „elegante Empfangsszene“ anlässlich eines zur Story gehörenden Balls, für die der Festsaal des Bückeburger Schlosses die passende Kulisse bot.

„Die Nachfrage war sehr gut“, verriet Frank Büsching, der Produzent. Nicht zuletzt der in unserer Zeitung über die derzeit laufenden Dreharbeiten (Regisseur: Jakob Gisik) erschienene Bericht habe „große Aufmerksamkeit“ auf das Casting gelenkt. Ungefähr 120 Leute hatten sich laut Büsching gemeldet, um eine der recht kurzfristig zu vergebenden Minirollen zu ergattern. Aus diesem Bewerberpool wurde letztlich gut die Hälfte der Kandidaten als Komparsen für die Empfangsszene ausgewählt – darunter viele Männer und Frauen aus Bückeburg und Umgebung. Allesamt „sehr gute Komparsen“, wie der Produzent betonte.

Bevor die festlich gekleideten Laiendarsteller jedoch am Filmset mitwirken durften, wurden sie in einige Grundlagen der Komparsen-Tätigkeit eingewiesen. Dazu zählte etwa, dass sie – sofern dies nicht ausdrücklich anders gewünscht ist – während der Dreharbeitern nicht in die Kamera schauen dürfen. Zudem durften sie bei den Einstellungen, in denen sie als Teil der Festgesellschaft klatschen oder lachen mussten, dies nur „ohne Geräusch“ machen, erklärte Stina Bebenroth, Pressesprecherin von „JAKALE Film“. Denn später werde zu diesen Spielszenen ein „Nur-Ton“ aufgenommen, der dann in der Postproduktion des fertig geschnittenen Filmes zu den Bewegtbildern hinzugefügt wird. Und selbstverständlich wurde die aus mehreren Perspektiven und mit unterschiedlichen Kameras und Objektiven gefilmte Empfangsszene zunächst einige Male geprobt, bevor echt gedreht wurde.

„Daumen hoch“ für die Komparsen signalisiert der Produzent Frank Büsching (l.) und der – in „EneMe“ eine der Hauptrollen innehabende – Schauspieler Thure Riefenstein. Foto: wk
  • „Daumen hoch“ für die Komparsen signalisiert der Produzent Frank Büsching (l.) und der – in „EneMe“ eine der Hauptrollen innehabende – Schauspieler Thure Riefenstein. Foto: wk

Noch während der laufenden Dreharbeiten zeigte sich auch Thure Riefenstein vom Engagement der Komparsen begeistert: Alle seien sehr freundlich, geduldig und professionell bei der Sache, lobte der bekannte Schauspieler. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich der Dreh ja über den ganzen Tag hinziehe. Ein „großes Dankeschön“ richtete Riefenstein zudem dafür an alle Bückeburger, „dass sie uns so willkommen heißen“.

Bis sich die Komparsen auf der Kinoleinwand sehen können, müssen sich diese allerdings noch ein bisschen gedulden. Voraussichtlicher Termin für den Bundesstart von „EneMe“ ist laut Büsching nämlich Oktober 2018.

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