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Das Gotteshaus schwingt mit

Projektchor schenkt sich Jubiläumskonzert zum Zehnjährigen

KLEINENBREMEN. Mit einem schwungvollen Jubiläumskonzert, für das es nur Lob gab, hat sich der Kleinenbremer Projektchor zum zehnjährigen Bestehen selbst das schönste Geschenk gemacht. Stellenweise erinnerte der mitreißende Auftritt an „Sister Act“, den Kultfilm mit Whoopi Goldberg. Das Gotteshaus geriet in Schwingungen.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 17:19 Uhr

Wie aus einem Guss: Jubiläumskonzert des Projektchors in der Kleinenbremer Kirche. Foto: ly

Autor:

Stefan Lyrath
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KLEINENBREMEN. Dies ist kein Zufall, sondern gewollt. „Wir haben den Anspruch, das Liedgut zu erneuern“, erklärt Chorleiterin Christine Pearson („Wir sind kein Kirchenchor“), die mit dem Auftritt „sehr zufrieden“ ist. Statt klassischer Kirchenmusik singt der Projektchor denn auch ausschließlich moderne Lieder, angefangen diesmal mit dem Gospelsong „We Are Marching“, zu dem die Sänger einzogen – einer von vielen emotionalen Momenten.

Zu hören waren nur ausgesuchte Lieblingslieder der Männer und Frauen. Alle sind mit sichtlicher Freude bei der Sache, was sich auf das Publikum überträgt. Beim Jubiläumskonzert in der Kleinenbremer Kirche trat der Chor fast in Bestbesetzung auf.

Begonnen hatte das Projekt im Vorfeld der Konfirmation des Jahres 2007, als Pastorin Christiane Südhölter-Karottki auf einem Elternabend den Vorschlag machte, mit Müttern und Vätern ein Lied einzuüben – als Überraschung für die Konfirmanden. Die Wahl fiel auf den Gospel „Every Time I Feel the Spirit“ (seinerzeit noch einstimmig), ein Lied, das auch jetzt nicht fehlen durfte. Gesungen wurden überwiegend Lobpreislieder, darunter beispielsweise „Wir sind hier zusammen in Jesu Namen“.

Ein homogener Klangkörper mit einem kleinen Makel: Dem Projekt fehlen Männer, nur zwei sind noch dabei – und von denen hat einer ja noch andere Aufgaben. Foto: ly
  • Ein homogener Klangkörper mit einem kleinen Makel: Dem Projekt fehlen Männer, nur zwei sind noch dabei – und von denen hat einer ja noch andere Aufgaben. Foto: ly

Nach zehn Jahren präsentiert sich der Projektchor der evangelischen Kirchengemeinde frisch und wie aus einem Guss, ein homogener Klangkörper. Einstimmiger Gesang ist indes längst Vergangenheit. „Christine hat es geschafft, aus dem Chor etwas Mehrstimmiges zu formen“, dankte Pfarrer Ekkehard Karottki der Leiterin. Zuletzt hat sich der Projektchor zudem noch einmal spürbar verbessert. Ein Grund dafür: „In der tiefen Stimme sind mehrere sichere Sängerinnen hinzugekommen“, freut sich Christine Pearson.

Einziger Wermutstropfen: Es fehlen die Männer. Zwei sind es: Hartmut Haselau, zeitweise der einzige Mann im mittlerweile 30-köpfigen Projektchor, hat vor einigen Monaten wenigstens Verstärkung durch Pastor Karottki bekommen. Karottki muss sich zweiteilen, denn zumindest im Gottesdienst hält der Pastor schließlich auch die Predigt und steigt dazu in die Kanzel. Und wenn er mal etwas außer Atem ist, wartet der Chor einfach einige Sekunden mit dem Einsatz.

Weitere Männer würden dem Chor also guttun. „Zurzeit“, so Christine Pearson, „können wir nicht vierstimmig singen, und für drei Stimmen muss man schon die richtigen Stücke auswählen.“ Zu Beginn, damals noch unter der Leitung von Holger Plottke, hatte der Chor 17 Frauen und zehn Männer. „Wo die Männer alle geblieben sind, weiß ich überhaupt nicht“, wundert sich Ekkehard Karottki.

Das nächste Mal tritt der Projektchor am ersten Weihnachtstag auf, danach bei der Epiphanias-Musik am 6. Januar.

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