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Bückeburg steht in der Bezirksoberliga vor einer schweren Saison / Schmerzende Abgänge beim VfL

Punkte sammeln nach dem "Eichhörnchen-Prinzip"

Frauenfußball (pm). Der VfL Bückeburg steht vor einer schweren Saison. Bis zum vorletzten Spieltag hatte man in Bückeburg um den Klassenerhalt zittern müssen. Im schlimmsten Fall könnte dieses Gefühl mit Saisonbeginn von neuem einsetzen; denn der Kader erlebte in der Sommerpause eine erhebliche Schwächung.

veröffentlicht am 12.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Der VfL Bückeburg muss in der Bezirksoberliga zwei Teams abschüt

Die Gründungsmitglieder Carola und Svenja Heinke verließen das Team aus unterschiedlichen privaten Gründen. Torfrau Katharina Schlensker wechselte zum Regionalligisten SG Schamerloh. Da diese Entwicklung bereits in der Winterpause bekannt war, versuchte Trainer Thomas Rudolf mit großem Einsatz, aus den umliegenden Vereinen neue Spielerinnen für sein Team zu gewinnen - ohne Erfolg. Lediglich Pia Gellermann, "U15"-Auswahlspielerin vom SV Hattendorf, fand den Weg über ihre Schulfreundin Julia Danziger zum VfL. Torfrau Anita Malner war zuvor vereinslos. Auch Versuche, Aktive der aufgelösten Reserve neu zu motivieren, schlugen überwiegend fehl. Melanie Schweer schloss sich dem Kreisligisten SG Südhorsten an, und Bianca Kasseck dem Bezirksligisten TSV Bückeberge. Nur Martina Lauterbach rückt damit noch in die erste Mannschaft auf, in der in der Rückserie bereits Sema Kayaoglu und Jennifer Hennings aushelfen mussten. Dazu kommt Aljberina Kameraj aus der eigenen B-Juniorinnen-Mannschaft. Als Problem für den VfL Bückeburg könnte sich herausstellen, dass - anders als in den vergangenen Jahren - die Aufsteiger alles andere als Schießbuden sein dürften. Mit Hannover 96 und dem PSV Hildesheim kehren Klubs mit erfolgreicher Vergangenheit, neuem Elan im Frauenfußball und einem entsprechend starkbesetztem Team in die Bezirksoberliga zurück. Der SV Friesen Lembruch (Kreis Diepholz) überwand die Bezirksliga in nur zwei Jahren und verfügt über eine junge spielstarke Elf mit schnellen Angreiferinnen. Der Kreis der Abstiegskandidaten könnte demnach sehr klein ausfallen und dürfte sich voraussichtlich auf die Teams beschränken, die auch in der vergangenen Saison nur knapp dem Gang in die Bezirksliga entgangen sind. Das waren neben den Bückeburgerinnen nur noch der Heeßeler SV und der TuS Drakenburg. Bei zwei Absteigern können es sich die Bückeburger Frauen damit kaum leisten, auch nur ein Spiel vorschnell abzuschenken. Fleißig wie die Eichhörnchen muss das Team Punkt um Punkt sammeln und um jeden Zähler kämpfen. "Und am Ende wollen wir über dem Strich stehen", legt VfL-Sprecher Gerhard Hävemeier das Ziel fest. Der Kader: Trainer: Thomas Rudolf. Betreuer: Gerhard Hävemeier. Tor: Anita Malner, Martina Müller. Abwehr: Pia Gellermann, Anika Hävemeier, Aljberina Kameraj, Yvonne Kögler, Brigitte Remedios, Nina Schlupp. Mittelfeld: Mareike Bauer, Julia Danziger, Sema Kayaoglu, Martina Lauterbach, Lena Spitzer, Sina Stahlhut. Angriff: Hatixhe Beqiri, Jennifer Hennings, Nina Hundsdorff Zugänge: Pia Gellermann (SV Hattendorf), Anita Malner (bislang ohne Verein), Martina Lauterbach (eigene 2. Mannschaft), Aljberina Kameraj (eigene Juniorinnen). Abgänge: Carola Heinke, Svenja Heinke (beide kein Verein), Kathi Schlensker (SG Schamerloh), Melanie Schweer (SG Südhorsten). Saisonziel: Klassenerhalt. Meisterschaftstipp: TuS Sulingen.

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