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"Aaglander-Leinenführer" genießen den Luxus der Langsamkeit

Reine Freude am Kutschieren

Bückeburg (tol). Eine Kutsche, aber wo sind die Pferde? Beim näheren Hinsehen entdeckt man Pedale, Kettenantrieb zur Hinterachse, ein Huppedal, sogar ein Navigationssystem. Diese Motorkutsche trägt den Namen "Aaglander".

veröffentlicht am 29.03.2006 um 00:00 Uhr

Ein Oldtimer? Mitnichten! Die Kutsche ist soeben in der Fränkischen Schweiz entworfen worden. Derweil sucht die Aagland-Manufaktur (gegründet: 2003) Vertriebspartner im Norden, bei denen die Fahrzeuge für stilvolle Kutschfahrten gemietet werden können. Tagespreis: etwa 500 Euro. Es ist die Faszination des Außergewöhnlichen, des langsamen Dahingleitens, die mit dem Mythos Kutsche verbunden ist. Bei der mechanisch angetriebenen Kutsche genügt der Autoführerschein, um gefahrlos, stressfrei und bequem durch die Gegend zu kutschieren. Der "Aaglander" vereint dabei in harmonischer Weise die älteste Karosserieform der Welt mit den technologischen Fortschritten des heutigen modernen Automobilbaus. Seine vollkommen eigenständige Lenkung verschafft dem Gefährt eine besondere Faszination - statt mit einem Lenkrad wird die Motorkutsche mit zwei starren "Aaglander-Leinen" geführt. Sehr schnell genießen Aaglander-Leinenführer deshalb das erhabene Gefühl, als ob man ein herrschaftliches Pferdegespann führt. Die Motorkutsche hat einen Drei-Zylinder-Dieselmotor mit 20 PS. Der stufenlose Antrieb sorgt für ein äußerst komfortables und entspanntes Fahrvergnügen. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 5 bis 15 Kilometern pro Stunde kann man den Luxus der Langsamkeit entdecken.

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