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Nach Austritt aus WGS äußert sich Antje Rinne (jetzt parteilos)

Rinne: „Keine überstürzte Entscheidung“

RINTELN. Überstürzt, oder gar emotionaler Natur sei die Entscheidung nicht gewesen, betont Antje Rinne. Vor drei Tagen hat sie – für viele überraschend – ihren sofortigen Austritt aus der WGS verkündet. Sie verlässt damit auch die Fraktion, will allerdings ihr Mandat weiter als Parteilose ausüben.

veröffentlicht am 11.08.2017 um 11:33 Uhr
aktualisiert am 11.08.2017 um 15:40 Uhr

Antje Rinne
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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Und – das dürfte für Aufatmen bei CDU, WGS und FDP sorgen – sie will weiter Teil der Mehrheitsgruppe bleiben, die sich nun neu zusammenfinden muss. Das dürfte allerdings auf eine reine Formsache hinauslaufen.

„Mein Entschluss erfolgte aus rein sachlichen Abwägungen. Da ich meine politischen Auffassungen nicht geändert habe und nicht ändern werde, bleibe ich bei der Mehrheitsgruppe.“

Dass ein Disput rund um die Holzbauweise der geplanten IGS zum Bruch mit ihrer Partei geführt hat, bestätigt sie. „Meine Auffassung zur potenziellen Teil-Holzbauweise der zukünftigen IGS ist ausschließlich sachlich geprägt, da ich als Ingenieurin und Sachverständige zu dieser Bauart eine ebenso fachlich-neutrale Einstellung habe wie zur Massivbauweise.“

Alle Bauweisen hätten ihre Stärken und Schwächen, die von fachkundigen Planern und Bauschaffenden berücksichtigt und beherrscht würden.

„Vorverurteilungen aus laienhafter Unkenntnis oder gar aus politischer Taktiererei, um Stimmungsmache oder Verunsicherung zu erreichen, werden von meiner Seite keine Zustimmung finden.“

Letzteres ist ein deutlicher Seitenhieb auf die öffentlichen Äußerungen von WGS-Kreistagsmitglied Heinrich Sasse und seines Bausachverständigen Klaus Breitenbach, die der SZ/LZ deutliche Kritik an den ihrer Meinung nach unüberlegten, frühzeitigen Festlegung auf einen Schulneubau aus Holz geübt hatten.

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