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Gasbrennwertkessel für Kita

Runter mit den Kosten

BÜCKEBURG. Krippe und Kindergarten in der früheren Blindowschule an der Hinüberstraße sollen einen Gasbrennwertkessel verbunden mit einer elektrisch betriebenen Geothermie-Wärmepumpe erhalten. Mit der alten Heizung fallen jährliche Betriebskosten von 96 000 Euro an, mit der neuen sollen es nur noch 22 000 Euro sein.

veröffentlicht am 05.02.2017 um 16:46 Uhr

Mit neuen Rohrschächten wird schon heute an morgen gedacht. Foto: kk
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Wie soll in Krippe und Kindergarten in der ehemaligen Blindowschule an der Hinüberstraße in Zukunft geheizt, wie warmes Wasser erzeugt werden? Mit drei verschiedenen Konzepten, von denen eins eigentlich von vorneherein ausschied, befasste sich jetzt der Bau- und Umweltausschuss des Rates.

Am Ende des Treffens fiel die Entscheidung zugunsten des Verwaltungsvorschlages, eines Gasbrennwertkessels verbunden mit einer elektrisch betriebenen Geothermie-Wärmepumpe sowie späteren Ergänzungsmöglichkeiten.

Die derzeitige Heizungsanlage der Schule aus dem Jahr 1995 ist abgängig und in ihrer jetzigen Form ineffizient. Zum Vergleich: Mit der alten Heizung fallen jährliche Betriebskosten in Höhe von 96 000 Euro an, mit der neuen sollen es nur noch 22 000 Euro sein. Die bestehende Anlage reicht zwar noch für den ersten Umbauabschnitt – die Krippe – aus, spätestens mit Fertigstellung des Kindergartens muss jedoch eine neue Heizung her. Schon im ersten Bauabschnitt werden die Leitungen und die Heizkörper erneuert.

Ein neuer einfacher Gas-Brennwertkessel kommt für den Gebäudekomplex nicht infrage, da dieser strenge EU-und Förderrichtlinien nicht erfüllt. Insbesondere geht es um die Nutzung erneuerbarer Energie und um den Kohlendioxid-Ausstoß. Deshalb muss moderne Gas-Brennwerttechnik mit einer Wärmepumpe kombiniert werden.

Erdwärme
wird genutzt

Dabei wird Erdwärme genutzt, um Brauchwasser vorzutemperieren. Der Gaskessel heizt dann nur noch zu. Zwei Varianten standen zur Diskussion: Der Ausschuss entschied sich für die teurere (365 000 statt 330 000 Euro für die Gesamtanlage) Variante, die aber effektiver und wartungsärmer arbeitet. Sie verringert auch den Kohlendioxid-Ausstoß am deutlichsten. Dabei wird ein Gasbrennwertkessel mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe kombiniert.

Großer Wert wird auf noch umweltfreundlichere Erweiterungsmöglichkeiten gelegt, für die Grundvoraussetzungen wie Rohrschächte bereits geschaffen werden sollen. So ist daran gedacht, später einmal Sonnenkollektoren nachzurüsten. Je nach Bauart könnten diese weiteres Wasser erwärmen und/oder den Strom für die Wärmepumpe erzeugen.

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