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Samstag: Rory-Gallagher-Tribute-Band im Mikrofon

OBERNKIRCHEN. Es war völlig egal, was Rory Gallagher spielte: Man hörte immer den Blues. Ob Rock, Country & Western, Folk oder Rock ‘n‘ Roll, der Blues war sein Meister und er meisterte den Blues. Und dazu dann noch diese Gesangsstimme – purer irischer Soul.

veröffentlicht am 01.11.2017 um 14:35 Uhr
aktualisiert am 01.11.2017 um 15:30 Uhr

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Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite

OBERNKIRCHEN. Es war völlig egal, was Rory Gallagher spielte: Man hörte immer den Blues. Ob Rock, Country & Western, Folk oder Rock ‘n‘ Roll, der Blues war sein Meister und er meisterte den Blues. Und dann diese Gesangsstimme – purer irischer Soul.

Gallagher, stets in Turnschuhen, Jeans und Karohemd, verschwitzt und mit Bierfahne, riss seit den Sechzigerjahren sein Publikum vor allem bei Live-Auftritten mit und verkörperte als erster Antistar der Rockgeschichte, was sich Europäer und weiße Amerikaner unter Blues vorstellen. Und kein Musiker seiner Generation dürfte von den Fans so sehr als einer der ihren, als Kumpel, als ehrliche Haut, akzeptiert worden sein wie der klein gewachsene Gitarrenvirtuose; Gallagher war unglamourös, bodenständig und unkompliziert. Die Klamotten, in denen sich der Gitarrist zeigte – Turnschuhe, Jeans, Flanellhemd, auch mal T-Shirt und Jeansjacke – definierten die bis heute übliche Standarduniform des ehrlichen Rockers; der Grunge hat sie komplett eins zu eins übernommen.

Und natürlich war da seine Musik: ein lustvoller Rausch aus hemdsärmeligen wie virtuosen Bluesrhythmen; herrlich einfache Songs, die sich mit den alltäglichen Dingen des Lebens befassten. Letztlich holte sein Lebensstil Gallagher ein. Am 14. Juni 1995 starb er an Komplikationen nach einer Lebertransplantation, die durch seine Alkohol- und Pillensucht notwendig geworden war.

Ganz im Sinne dieses unvergessenen Klassikers versprechen „Top Priroryty“ am Samstag, 4. November, ab 20 Uhr im „Mikofon“ eine imaginäre Reise durch die Musik des Ausnahmemusikers. Denn als Rory-Gallagher-Coverband sind sie einzigartig. Das liegt besonders am Frontmann der Band, Dirk Pingel, der seine Gitarre nicht nur ebenso gut spielt wie Rory Gallagher, er klingt auch noch erstaunlich gleich und sieht ihm sogar sehr ähnlich. Pingel ist das „Herzstück“ von „Top Priroryty“ und muss wohl so eine art Seelenverwandter von Rory sein. Sein Können auf der Gitarre – ob nun akustisch oder elektrisch – kommt dem Original sehr nahe. Vorverkauf 8 Euro, Abendkasse 10 Euro, Reservierung und Infos unter 01 76 / 46 19 80 79. Einlass ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

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