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"WIR" und Bürger für weitere Entwicklung / Umdenken notwendig

Sanierungskonzept gefordert: "Die Schulstraße ist eine Problemstraße"

Bückeburg (bus). Unter dem Aspekt "Der Stellenwert der Schulstraße in der Stadtentwicklung" hat am Donnerstag etwa ein Dutzend interessierter Bückeburger den zwischen Lange- und Georgstraße gelegenen Fahrweg und dessen Umfeld in Augenschein genommen. Die Teilnehmer der von der Ortsgruppe Bückeburg der Wählerinitiative "WIR für Schaumburg" organisierten Veranstaltung waren am Ende der Besichtigung einhellig der Meinung, dass die Straße eines Gesamtsanierungskonzepts bedarf.

veröffentlicht am 12.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Dr. Roswitha Sommer (rechts) erläutert historische Details des S

"Die Schulstraße ist eine Problemstraße", sagte Dr. Roswitha Sommer, die den Teilnehmern die historischen Details des Areals erläuterte. Die Lösung der Probleme sei nur mit einem Rundumkonzept zu bewerkstelligen. "Wir"-Spitzenkandidatin Edeltraut Müller plädierte für die Einrichtung eines Sanierungsbereichs - "das wäre das Vernünftigste" - der mit finanzieller Unterstützung von Land und Bund zu entwickeln sei. "Von den vielen hier stehenden Häusern mit historischer Bedeutung ist wenig übrig geblieben", bemerkte die frühere Bürgermeisterin Bückeburgs. Allgemeine Prämisse aktueller städteplanerischer Überlegungen müsse sein, "die Menschen wieder in die Stadt zu holen", verdeutlichte Müller. An der (unbebauten) Ecke Schulstraße/Herderstraße eine Drive-In-Apotheke zu errichten, gehe an der derzeit vorherrschenden Nachfragesituation meilenweit vorbei, hobSommer hervor. Es gehe darum, Nägel mit Köpfen zu machen und insbesondere die Besitzer der "Leerstände" an einen Tisch zu bringen sowie diesemittels Bedarfsanalysen undÜberzeugungsarbeit zu einem Umdenken zu bewegen. "In der Schulstraße muss etwas geschehen", unterstrich die frühere Vorsitzende des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins. Die Schulstraßenbegehung förderte außer allgemeinen Konzeptideen etliche Sorgen, Bedürfnisse und Verbesserungsvorschläge der Anrainer zutage. Dem Herder-Denkmal an der Stadtkirche mangele es an Blumenschmuck und zusätzlichen Informationen, hieß es, den Eigentümern der leer stehenden Gebäude und Geschäfte an Pflichtbewusstsein und der Jugend an Begeisterung für den Antialkoholismus. Vorschläge des Publikums zur Besserung ("Hecke hinter der Kirche beschneiden") und Erinnerungen ("...ich weiß aus der Nachkriegszeit") an Bauleitplanungen des vergangenen Jahrhunderts waren Vorstellungen geschuldet, die zu Realitäten im eher ungezwungenen Verhältnis standen.

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