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Reihe über Flüchtlingsthema

Schaumburger Plattform: Damit Integration kein Zufall bleibt

BÜCKEBURG. Hochkarätig besetzt ist die 6. „Schaumburger Plattform“, die am 5. November im Hubschraubermuseum in Bückeburg stattfindet: Über Fluchtursachen wird Dr. Christina Krause von der Konrad-Adenauer-Stiftung vortragen. Am Nachmittag wird Doris Schröder-Köpf, MdL und Beauftragte der niedersächsischen Landesregierung für Migration und Teilhabe, bilanzieren. Dr. Silvia Horsch von der Uni Osnabrück, Institut für islamische Theologie, wird auf einer Podiumsdiskussion vertreten sein.

veröffentlicht am 02.11.2016 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr

Doris Schröder-Köpf

BÜCKEBURG. Es ist unbestritten, dass die Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten und Nordafrika vorerst anhalten und sich auf Mitteleuropa konzentrieren werden. Das bedeutet, dass sich unsere Gesellschaft verstärkt bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders und bei der Integration einbringen muss. Integration darf nicht dem Zufall überlassen werden. Sie ist ein langwieriger herausfordernder Prozess, der beide Seiten in Verantwortung stellt und zu den zentralen Themen der Innenpolitik zählt. Dabei wird deutlich, dass wir bei allen Unterschieden im Einzelnen in einem viel stärkeren Maße, als es sich frühere Generationen vorstellen konnten, mit Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Ausbildung und Erwartungen zusammenkommen. Manche empfinden diese Vielfalt als Bedrohung und Verunsicherung, andere dagegen als Bereicherung, wenn man für Toleranz, Offenheit und Ablehnung jeder Diskriminierung nicht nur theoretisch eintreten will. Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der alle teilhaben. Eine Vogel-Strauß-Politik ist das Verkehrteste, was der Bürger machen kann.

Bei der „6. Schaumburger Plattform“ am 5. November im Hubschraubermuseum in Bückeburg wird auch dieses Thema angesprochen und diskutiert werden. Dabei wird nicht nur die Lage im Landkreis Schaumburg dargestellt, sondern vorweg auch durch drei Referentinnen über den Landkreis hinaus analysiert und erläutert werden. Über die Fluchtursachen wird Frau Dr. Christina Krause von der Konrad-Adenauer-Stiftung am Vormittag vortragen. Sie wird verdeutlichen, welche Gründe zu diesen Fluchtbewegungen führen und welche Möglichkeiten die europäischen Staaten zur Steuerung haben. Am Nachmittag wird Frau Doris Schröder-Köpf, MdL und Beauftragte der niedersächsischen Landesregierung für Migration und Teilhabe, bilanzieren und später im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter anderem auch mit Frau Dr. Silvia Horsch von der Uni Osnabrück, Institut für islamische Theologie, Erfahrungen und Gedanken austauschen. Schließlich gehört ein hoher Prozentsatz der Migranten dem Islam an; eine weitere Herausforderung, die den Integrationsprozess nicht einfacher gestaltet.

Das Forum wird von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (Sektion Minden) ausgerichtet, ist eine öffentliche kostenfreie Veranstaltung von 9.30 bis 16 Uhr. Wegen der Aktualität des Themas ist mit starkem Andrang zu rechnen, sodass die Sitzgelegenheiten knapp werden könnten.red

Dr. Christina Krause
  • Dr. Christina Krause
Dr. Silvia Horsch
  • Dr. Silvia Horsch
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