weather-image
25°
Fahrerin leicht verletzt

Schienenbus schleift Auto 20 Meter mit

OBERNKIRCHEN. Rund 20 Meter von einem Schienenbus mitgeschleift worden ist eine Autofahrerin mit ihrem Fahrzeug am Bahnübergang auf dem Weheweg. Die 54-jährige Obernkirchenerin kam mit leichten Verletzungen davon, in dem historischen Schienenbus wurde niemand verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag um 12.50 Uhr

veröffentlicht am 18.06.2017 um 19:29 Uhr
aktualisiert am 18.06.2017 um 20:10 Uhr

Erst nach 20 Metern kommt der Schienenbus nach dem Zusammenstoß mit dem Auto zum Stehen. FOTO: VIN

Autor:

Stefan Rothe
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Nach Angaben der Polizei hatte die Frau mit ihrem Renault Clio den Weheweg bergab in Richtung Sülbecker Weg befahren. Offenkundig nahm sie am Bahnübergang weder das rote Blinklicht am Andreaskreuz noch das akustische Warnsignal wahr. Beim Überqueren der Gleise wurde sie von einem Schienenbus mit zwei Waggons des Fördervereins Eisenbahn Rinteln-Stadthagen im Bereich der Beifahrertür erfasst. Der Triebwagen schob das Auto rund 20 Meter auf dem Gleis vor sich her, bevor er zum Stillstand kam. In dem Schienenbus hatten sich etwa 20 Fahrgäste befunden. Die Frau wurde mit Prellungen und Schürfwunden ins Krankenhaus nach Stadthagen gebracht.

Nach Auskunft der Polizei stand die Autofahrerin unter Alkoholeinfluss. Der Führerschein wurde daher sofort sichergestellt, im Krankenhaus wurde eine Blutprobe angeordnet.

Am Auto entstand Totalschaden, den Wert des Fahrzeugs taxiert die Polizei auf 2000 Euro.

Am Schienenbus entstand ein Schaden in Höhe von rund 5000 Euro: In der Karosserie befand sich nach der Karambolage ein Loch, und etliche Druckluftschläuche waren abgerissen. Gleichwohl konnte der Schienenbus aus eigener Kraft den Westbahnhof in Stadthagen erreichen, wo die Fahrgäste unversehrt ausstiegen.

Weitere 5000 Euro an Kosten entstehen nach Angaben der Behörde durch Schäden an den Schienen. Im Gleisübergang ist der Asphalt teilweise kaputt. Der Schotter ist auf einer Strecke von 20 Meter aufgewühlt und muss fachgerecht glattgezogen werden. Nicht zuletzt muss bei einem in der Nähe stehenden Schalterschrank eine technische Sicherheitsprüfung durchgeführt werden.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare