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Fliegertradition verlangt Po-Po-Klatschen nach erstem Alleinflug für Maike Langermann

„Schmerzhafte“ Glückwünsche

veröffentlicht am 11.08.2017 um 15:27 Uhr

Elke Diekwisch (r.) gratuliert Maike Langermann (2.v.l.) mit einem Feld-Blumenstrauß zum ersten Alleinflug. Zu den Gratulanten gehören auch LSV-Vorsitzender Karsten Fahrenkamp (l.) sowie die Fluglehrer Jörg Bachmann (3.v.l.) und Norbert Siebert. Foto

Autor:

Peter Blaumann

RINTELN. Der Traum vom ersten Alleinflug erfüllte sich vor kurzem für Maike Langermann. Die 15-jährige Flugschülerin des LSV Rinteln absolvierte dabei die ersten drei Starts und Landungen ohne Fluglehrer.

Vorausgegangen waren viele Schulungsflüge mit den Fluglehrern Jörg Bachmann und Norbert Siebert. Dazu gehörten das Üben von Start und Landung, das Zentrieren der Thermik, Verhalten in Notfällen (Seilriss) und Anflüge aus ungewohnter Position.

Nach der dritten Landung folgte die traditionelle Pilotentaufe und Vereinsmitglieder gratulierten zur bestandenen A-Prüfung. Jetzt schließen sich für Maike Langermann weitere Ausbildungsschritte und Alleinflüge unter Aufsicht der Fluglehrer an, mit dem Ziel, die zweite und dritte Segelflugschwinge zu erlangen. Mitte 2016 hatte Langermann mit der Segelflugausbildung begonnen.

Nach dem Einräumen der Segelflugzeuge in den Hangar folgten die „schmerzhaften“ Glückwünsche. Wie es die Fliegertradition verlangt, wird dem Alleinflieger erst einmal gründlich der Hintern versohlt. Dabei wird die Hose zunächst ordentlich nass gemacht und jeder auf dem Flugplatz darf dem Prüfling auf das Gesäß schlagen. „Zwar haben wir in den Segelflugzeugen hochmoderne Instrumente, die das Steigen und Fallen des Flugzeuges anzeigen, aber das wahre Gespür für die Thermik sitzt bei den Piloten im Po“, erklärten die Fluglehrer den Brauch.

„Jugendliche können mit dem 14. Lebensjahr mit der Ausbildung beginnen und den Luftfahrerschein mit dem 16. Lebensjahr erwerben. Während der Segelflugsaison von April bis Oktober werden die fliegerischen Fertigkeiten erlernt. Im Winter folgt dann die theoretische Ausbildung durch die ehrenamtlichen Fluglehrer des LSV Rinteln. Die Ausbildung schließt mit dem Luftfahrerschein ab“, erläutert Pressesprecher und 2. Vorsitzender Dieter Vogt die Regularien.

Weitere Informationen zum Segelflugsport gibt es an den Wochenenden von Vereinsmitgliedern auf dem Flugplatz oder im Internet unter www.lsv-rinteln.de. Der LSV Rinteln ist auch am 20. August im Rahmen der Veranstaltung „Tag des Sports“ am Schulzentrum mit einem Segelflugzeug vor Ort. Erfahrene Piloten geben dann Auskünfte über das Segelfliegen.

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