weather-image
24°
Sprayer toben sich bei St. Sturmius, am Brückentor und am Hafen aus

Schmierereien auch an der Kirche

Rinteln (ur). Grafitti und Sprayereien an Privathäusern und öffentlichen Einrichtungen haben leider auch in Rinteln Konjunktur. Wenn die selbsternannten Gestaltungskünstler aber irgendwann und zumeist gerade wegen der erstrebten charakteristischen Handschrift erwischt werden, kann die Sache teuer werden, denn zu eventuellen juristischen Folgenkommen in der Regel auch die Kosten für die Beseitigung der unerwünschten Symbole, Schriftzüge und Motive.

veröffentlicht am 29.03.2006 um 00:00 Uhr

Neu für hiesige Verhältnisse war jetzt, dass die Schmieranten auch vor kirchlichen Räumen keinen Halt mehr machen, wie das in ausgesprochen ungelenker Weise am Turm der St.-Sturmius-Kirche exerziert wurde. Allerdings darf man den bislang unbekannten Tätern bescheinigen, dass sie sich bei ihrer Farbwahl offenbar auf eine chemische Zusammensetzung beschränkt haben, die keine bleibenden Schäden hinterlässt: "Ein oder zwei Regenfälle noch und es dürfte nichts mehr zu sehen sein", heißt es dazu optimistisch aus dem Gemeindebüro. Zum Glück ebenfalls nur von kurzer Dauer waren in den Kiesboden am Kirchhof gezogene und mit einem Kreis umschlossene Hakenkreuz-Symbole. Noch nicht geklärt ist auch, ob weitere Farbattacken im Bereich des Alten Hafens an der Wand von ehemaligen Räumlichkeiten des Wasserschiffahrtsamtes und an der Mauer des Brückentorgebäudes unterhalb der Terrasse beim Restaurant "Italia" dem selben Täter oder Täterkreis zuzurechnen sind. Hier wurde allerdings Lackfarbe verwendet, zum Teil in Goldton, die erheblich schwerer zu beseitigen ist und noch eine ganze Weile von der rücksichtslosen Dummheit der Sprayer zeugen dürfte.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare