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„Regioport“ und Hafen Berenbusch

Schnatgang per Fahrrad

MEINSEN/WARBER. Die Baustelle des Container-Umschlagplatzes „Regioport“ und der Hafen Berenbusch sind die Hauptziele des Meinsen-Warberaner Schnatausflugs gewesen. Darüber hinaus nahmen die Teilnehmer der per Fahrrad absolvierten Tour mehrere innerörtliche Begebenheiten in Augenschein.

veröffentlicht am 13.09.2017 um 15:23 Uhr

Ortsbürgermeister Dieter Wilharm-Lohmann (r.) und dessen Stellvertreter Andreas Paul Schöniger fahren an der Spitze des etwa 50 Radler umfassenden Konvois. foto: bus
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Herbert Busch Reporter
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„Ich freue mich, dass so viele Interessenten der Einladung des Ortsrates gefolgt sind“, begrüßte Ortsbürgermeister Dieter Wilharm-Lohmann die rund 50 Radler im Haus der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum. Sein besonderer Dank galt den Ortsratsmitgliedern Stephan Zuschlag und Andreas Paul Schöniger, die sich im Vorfeld der Unternehmung um Verpflegung, Organisation und Routenführung gekümmert hatten.

Umschlag im Hafen

nimmt stetig zu

Vom Feuerwehrhaus ging es zunächst zum Dorfmittelpunkt an der Kirche, wo das Erinnerungsschild der Bürgermeister der früher selbstständigen Gemeinden und eine Plakette am dort 2006 aufgestellten Schmiede-Kunstwerk von Interesse waren. „Mit der Plakette bringen wir unsere Wertschätzung für den Künstler Dieter Stahlhut zum Ausdruck“, erläuterte Wilharm-Lohmann. Beim zweiten Stopp am Rande des Schaumburger Waldes in Cammer informierte der Kreistagsabgeordnete Axel Wohlgemuth die Gäste über den aktuellen Stand des Großvorhabens. Hier konnten sich die Radler vor Ort ein Bild von den Herausforderungen verschaffen, die die Errichtung einer über den Mittellandkanal führenden Eisenbahnbrücke mit sich bringen würde. „Mit der angestrebten Trimodalität des Hafens (Anschluss an Straße, Kanal und Schiene) wird es wohl nichts“, meinte ein Beobachter.

Am Berenbuscher Hafen zeichnete Jürgen Sobotta, der in der Stadtverwaltung das Fachgebiet Finanzen leitet, für die Wissensvermittlung verantwortlich. Die mit rund 5,3 Millionen Euro kalkulierte Hafenertüchtigung stellt die größte Investition der Stadt Bückeburg in den zurückliegenden 25 Jahren dar. Während der im laufenden Betrieb vollzogenen Ertüchtigung verzeichnete der Hafen einen Gesamtumsatz von rund 57 000 Tonnen. 2015 wurden rund 107 000 Tonnen, im Vorjahr rund 200 000 Tonnen umgeschlagen. 2017 könnten es 230 000 bis 250 000 Tonnen werden.

Gegenwärtig steht die Reaktivierung der Eisenbahnanbindung in der Diskussion. Das Berenbuscher Areal könnte von sogenannten Ganzzügen mit bis zu 600 Metern Länge und bis zu 25 Waggons angefahren werden. Insgesamt liegen in dem Gebiet 1,8 Kilometer Schienen, die zum Hauptgleis nach Minden führende Zuleitungsstrecke ist 1,6 Kilometer lang. „Damit ist hier die sogenannte Trimodalität so gut wie gegeben“, bilanzierte Ortsbürgermeister Wilharm-Lohmann.

Weitere Stationen der Rundfahrt waren das in einem Wäldchen an der Riehestraße errichtete Donalis-Denkmal, die jüngst sanierte Straße „Hohe Lücht“, der Spielplatz „Zwischen den Wegen“ und der „Achumer Weg“, wo unter anderem die Inaugenscheinnahme eines in der Renovierung befindlichen Bauernhauses auf dem Programm stand.

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