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Hauptkonfirmand erst drei Jahre später / Info-Abend am 28. März im Johanniskirchzentrum

Schon als Viertklässler zum Konfi-Unterricht

Ein neues Konfirmandenmodell soll Kinder länger an die Kirche binden. Schon Viertklässler, also Zehnjährige, sollen ein Jahr Konfi-Unterricht bekommen – kindgerecht, interessant und spannend.

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite

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RINTELN. Die Kirchengemeinden der Region Rinteln, dazu gehören St. Nikolai, Johannis, die Kapellengemeinde Todenmann und die Erlöserkirche Krankenhagen, starten nach den Sommerferien dieses Jahres mit einem neuen Konfirmandenmodell. Der Konfirmandenunterricht wird in zwei große Zeitabschnitte geteilt. Der erste Teil beginnt für Kinder, die die vierte Klasse besuchen, und dauert ein Jahr. Dann folgt eine dreijährige Pause und als Achtklässler gehen die jungen Menschen dann wieder für ein Jahr zum Konfirmandenunterricht und werden danach konfirmiert.

„Wir haben im Pfarramt und in den Kirchenvorständen intensiv über die Situation von Kindern und Jugendlichen in der heutigen Zeit und über den Konfirmandenunterricht in unseren Gemeinden nachgedacht. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll und notwendig ist, das bestehende Modell des Konfirmandenunterrichts anzupassen“, erklärte Pastorin Sabine Schiermeyer während eines Pressegespräches. Das Modell KU4 – also Konfirmandenunterricht im vierten Schuljahr – werde bereits in vielen Gemeinden erfolgreich eingesetzt.

„Kinder im Grundschulalter sind sehr aufgeschlossen“, stellte Diakonin Kim Böttjer fest, die die Konfirmanden in der Region betreut. Viertklässler würden gerne Geschichten hören und sich aktiv an kreativen Angeboten beteiligen.

Die Vorkonfirmanden besuchen künftig anstelle des Hauptgottesdienstes Familiengottesdienste, die von ihnen mitgestaltet werden. Außerdem üben sie das Krippenspiel für Heiligabend ein. Sie werden über einen mehrjährigen Zeitraum von ihrer Kirchengemeinde begleitet und mit ihr vertraut. Um die Konfirmanden wie bisher auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten, findet das zweite Unterrichtsjahr wie gewohnt im Alter von 13 oder 14 Jahren statt.

„Selbstverständlich lassen wir das bisherige System unverändert auslaufen. Also für die derzeitigen Konfirmanden und Vorkonfirmanden ändert sich nichts und die Kinder, die zum kommenden Schuljahr in die fünfte Klasse gehen, gibt es auch nichts Neues. Wenn Familien in unsere Region zuziehen, werden wir Lösungen finden“, verspricht Schiermeyer.

Der Vorkonfirmandenunterricht wird im Schuljahr 2017/218 an einem Wochentag in den Gemeindehäusern der jeweiligen Gemeinde stattfinden. Er wird jeweils 60 Minuten dauern. Insgesamt sind für dieses erste Unterrichtsjahr 16 Stunden geplant, die ungefähr alle 14 Tage bis drei Wochen stattfinden. Daneben sind die Kinder zu den Familiengottesdiensten eingeladen und es findet ein KU4-Wochenende mit einer Übernachtung statt.

In den Jahren zwischen KU4 und KU8 soll der Kontakt zu den Kindern und dann Jugendlichen gehalten werden. Sie sollen zu verschiedenen Projekten und Aktionen eingeladen werden. Dazu kann eine Fahrt in den Hoch- und Tiefseilgarten in Kalkriese genauso gehören wie ein Besuch im „Eine Welt Laden“ oder ein Filmabend.

Um die Eltern von angehenden Viertklässlern über das neue Konfirmandenmodell zu informieren, findet am Dienstag, 28. März, um 19.30 Uhr eine Info-Abend im Johanniskirchzentrum statt. Eingeladen sind dazu alle Interessierten und alle Eltern von Kindern, die derzeit Drittklässler sind und die zu den Kirchengemeinden Johannis, St. Nikolai, der Erlöserkirchengemeinde Krankenhagen und der Kapellengemeinde Todenmann gehören.

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